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Der Brandenburger Ex-AfD-Politiker Andreas Kalbitz (l.) und "Heute-Show"-Moderator Oliver Welke. Bild: screenshot zdf

"Erbärmlicher Putschversuch": "Heute-Show" zerlegt AfD für Kalbitz-Rauswurf

Vor einer Woche hat die Alternative für Deutschland (AfD) den Brandenburger Politiker Andreas Kalbitz aus der Partei geworfen. Weil er seine Mitgliedschaft in der Neonazi-Gruppe "Heimattreue Deutsche Jugend" verschwiegen hatte, annullierte die Partei seine Mitgliedschaft.

Aktuell profitiert die Partei in Umfragen nicht von der aktuellen Krise, beginnt "Heute-Show"-Moderator Oliver Welke seinen AfD-Verriss. Vielmehr erlebt die Partei wegen des Kalbitz-Rauschmiss' derzeit eine schwere Zerreißprobe.

Das sei eine ungewohnte Situation für uns alle, so Welke. "Bisher haben uns immer Engländer oder Amerikaner entnazifiziert", so Welke. Jetzt entnazifiziert sich eine deutsche Partei selber und schreibt damit Geschichte.

Serdar Somuncu in "Heute-Show"

In dem Einspieler "Heute-Show"-History entlarvt Kabarettist Serdar Somuncu den Kalbitz-Rauswurf dann umgehend als "erbärmlichen Putschversuch".

"Ein bislang völlig unbekannter linker Flügel der AfD ergreift die Macht im Parteivorstand". Im Fokus: die Linksaktivistin Beatrix von Storch und Jörg Meuthen. Passend angezogen mit Che Guevara-Pulli und Palästinenserschal.

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Die AfD-Politiker in ungewöhnlicher Kleidung. Bild: screenshot zdf

Somuncu kann es nicht verstehen, warum Kalbitz aus der Partei gemobbt wird. "Wofür?", fragt er ironisch? "Dafür, dass er vor Jahren mal bei einem harmlosen Nazi-Pfadfinder-Treffen dabei war?" Das kann Somuncu nicht glauben: "Ist das schon Extremismus?", fragt er beißend.

Was folgt, ist ein Zusammenschnitt mit Aussagen von Kalbitz, die bestätigen: Der Brandenburger Politiker ist eindeutig rechtsextrem (und will sich unbedingt "unser Land" zurückholen).

Hier gibt es den AfD-Beitrag in voller Länge

abspielen

Video: YouTube/ZDF heute-show

Beatrix von Storch muss in "Heute-Show" dran glauben

Aber auch die AfD-Bundestagsabgeordnete Beatrix von Storch bekommt ihr Fett weg. Somuncu überlegt laut: "Wie war das noch mit dem Schießen an der Grenze?" Zum Hintergrund: Nach der sogenannten Flüchtlingswelle 2015 wollte von Storch im Januar 2016 die Polizei an der grünen Grenze auf Frauen und Kinder schießen lassen. Kurz danach ruderte von Storch zurück und sagte, dass sie das nicht auf die Kinder bezogen habe.

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Den Film "Nazijäger in der AfD" solle man laut Somuncu nicht schauen. Bild: screenshot zdf

Jetzt ist für Somuncu alles klar. "Nur auf die Mütter schießen", sagt er lachend und mit sarkistischem Unterton. Für ihn ist auch klar, wie der Machtkampf von rechts gegen ganz rechts ausgehen kann: mit einer Netflix-Produktion. "Die Nazijäger in der AfD". Aber er hat noch einen Warnhinweis:

"Auf keinen Fall gucken; wird scheiße!"

(lin)

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