22.02.2021, Israel, Rishon Lezion: Ein israelischer Sanit

In Israel ließen sich rund 500 Menschen am Sonntag und Montag bei Ikea impfen. Bild: dpa / Tsafrir Abayov

Impfen bei Ikea in Israel: Keine vergleichbaren Pläne in Deutschland – aber ein Parkplatz wird für ein Impfzentrum geteilt

In der Debatte um die Corona-Impfungen taucht ein Land immer wieder auf: Israel. Das Land gilt als Vorbild. Nach offiziellen Angaben erhielten hier seit Beginn der Impfkampagne kurz vor Weihnachten etwa 4,5 Millionen Menschen die Erst- und mehr als drei Millionen die Zweitimpfung. Israel hat rund 9,3 Millionen Einwohner. Davon sind 6,4 Millionen über 16 Jahre alt und erfüllen damit das Mindestalter für eine Corona-Impfung.

Um ungeimpfte Personen zu überzeugen, überlegt sich das Land immer neue Aktionen. Geimpfte werden beispielsweise mit Pizza oder Hummus belohnt. Und: um geimpft zu werden, müssen die Menschen nicht in ein Impfzentrum kommen. Geimpft wird nämlich auch in Bars – und zuletzt zudem in den fünf großen Ikea-Filialen Israels. Damit möchte die Regierung zum einen die Impfquote steigern und zum anderen die Wirtschaft ankurbeln. Auf Twitter hatte der Journalist Arieh Kovler von der Aktion berichtet:

Ist das in Zukunft auch in Deutschland denkbar? Ikea Deutschland betonte gegenüber watson, dass Ikea Israel ein Franchisenehmer ist und nicht zur Ingka Gruppe gehöre, so wie Ikea Deutschland. "Aus diesem Grund können wir keine Stellung zu möglichen Impfaktionen unseres Franchisenehmers in Israel beziehen", sagte eine Sprecherin. Für die Ikea Deutschland sagte sie: "Die Gesundheit und Sicherheit unserer Mitarbeitenden und unserer Gemeinschaften auf der ganzen Welt hat innerhalb der Ingka Gruppe höchste Priorität."

Impfungen auf Ikea-Parkplatz in Kaiserslautern

Und weiter: "Geleitet von unseren starken Werten werden wir auch weiterhin die Menschen in den Mittelpunkt unseres gesamten Handelns stellen und unseren Teil dazu beitragen, besser durch diese Krise zu kommen."

Wie das konkret aussehen kann? Die Sprecherin betont, dass Ikea Deutschland im Rahmen der Möglichkeiten die Politik dabei unterstütze, das Thema Impfen voranzubringen. "So stellen wir beispielsweise Teile unseres Parkplatzes von IKEA Kaiserslautern bereits für das dortige Impfzentrum zur Verfügung", sagte sie.

Eine konkrete Aktion wie in Israel scheint also nicht geplant zu sein. Dort hatte ein Sprecher des Rettungsdienstes Magen David Adom mitgeteilt, dass rund 500 Menschen das Angebot innerhalb von zwei Tagen genutzt hatten.

(pas/ mit Material von dpa)

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