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Elon Musk ist für manchmal kreative, manchmal abgedreht Ideen bekannt. Bild: Imago / Patrick Fallon/Imago

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Elon Musk startet Wettbewerb: 100 Millionen Dollar für die beste Idee zur CO2-Senkung

Elon Musk, Menschenfreund, Techniknerd, reichster Mann der Welt. Viel beachtet, viel kritisiert – etwa für seinen kleinen (ungelenken) Kiff-Exkurs in einem Interview mit Joe Rogan. Oder auch für seine Boring Company, die, alles andere als langweilig, Flammenwerfer verkauft.

Zugegeben, ein bisschen schräg waren seine (zündenden, höhö) Ideen immer, aber auch vorausschauend, gelegentlich sogar umweltfreundlich. Noch immer rollen sich bei Verbrennerfreunden die Zehnägel auf, sobald der Name Tesla fällt. Sein neuestes Projekt ist ein kleiner Wettbewerb mit gewaltigem Preisgeld.

Gut fürs Klima, aber...

Musk sucht einen Weg, möglich effizient Kohlendioxid aus der Atmosphäre zu gewinnen. 100 Millionen US-Dollar verspricht er demjenigen, der die beste Lösung präsentiert. Umgerechnet wären das 200.000 von Musks Flammenwerfern, wären sie nicht längst ausverkauft und würden in einigen Ländern, etwa der Schweiz, gegen Waffengesetze verstoßen.

Methoden, um CO2 aus der Luft zu ziehen, existieren bereits. Climeworks filtert das Gas mittels spezieller Filtermaterialien direkt aus der Luft, bis zu 4000 Tonnen will das Schweizer Unternehmen so jährlich abfangen. Musk will aber mehr. Gründe dafür gibt es genügend.

Im vergangenen Jahr betonte der Weltklimarat wieder, dass es negative Emissionen benötigt, um die Erderwärmung bei 1,5 bis 2 Grad Celsius zu halten. Das bedeutet, CO2 muss aus der Atmosphäre gezogen werden, um die ohnehin schon unrealistischen Klimaziele zumindest nicht völlig zu verfehlen.

...ist das auch sein Ziel?

Ob es Musk ausschließlich um die Umwelt geht, sei dahingestellt. Er kündigte bereits einige Male an, den Mars besiedeln zu wollen, ein Planet, der sich durch eine Atmosphäre mit einem CO2-Gehalt von 96 Prozent auszeichnet. Würde es gelingen, das Gas in Kohlenstoff und Sauerstoff aufzuspalten, wäre es gar möglich, für Atemluft zu sorgen, in der Theorie, liebe Weltraumfreunde. Musks Traum von einer Marskolonie mit anderen Reichen stünde dann ein Hindernis weniger im Weg: die lebensfeindliche Umgebung.

Mal abgesehen von den eventuell egoistischen, latent größenwahnsinnigen Absichten, ist die Ausschreibung trotzdem eine große Hilfe. Und wer weiß, vielleicht darf der Gewinner oder die Gewinnerin mit Musk und der Bourgeoisie den Mars besiedeln. Man, wie toll das wäre!

(tkr)

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