REWE Filiale am 02.04.2020 in K

Durch die Unstimmigkeiten der Rewe Group mit der Industrie sind bereits einige Regale leer. Bild: www.imago-images.de / Revierfoto

Streit mit großen Marken: Rewe zieht die Zügel an

Die Rewe Group befindet sich aktuell immer noch in den Jahresgesprächen mit der Industrie. Und dabei geht es laut "Lebensmittel Zeitung" ordentlich zur Sache. Das Einkaufsteam von Rewe, geleitet von Hans-Jürgen Moog, versucht bessere Konditionen auszuhandeln – doch dabei gibt es Unstimmigkeiten.

Inzwischen sind dadurch bereits einige Regale leer. Probleme gibt es bei Artikeln von Kellogg, Mars-Wrigley und Eckes-Granini. So erzählen Kaufleute der Rewe West, dass die Lagervorräte ihrer Großhandlungen bei größeren Kellogg-Packungen fast aufgebraucht sind. Die Region Mitte hat ein anderes Problem: Hier gibt es seit Wochen keine Produkte der Kaugummi Marke Wrigley`s Spearmint mehr. Gegenüber der "Lebensmittel Zeitung" erzählten Selbstständige von Rewe Dortmund zudem, dass sie Säfte der Marke Valensina breiter verteilen, um die entstehenden Lücken durch die Probleme mit Eckes-Granini zu verstecken.

Auch Probleme mit weiteren Marken

Derzeit ist offen, wie lange die Verhandlungen noch gehen werden. Der Konflikt zwischen Rewe und Eckes-Granini dauert bereits seit Ende November an. Ein Sprecher der Firma teilte der "Lebensmittel Zeitung" nun aber mit: "Wir sind optimistisch, dass wir kurzfristig zu einem Ergebnis kommen."

Insidern zufolge gab es zudem bei Produkten der Marken Coca-Cola, Iglo und Red Bull Bestell- oder Lieferstopps. Und auch mit Beiersdorf war sich die Rewe Group nicht einig. Mit Kraft Heinz konnte sich Rewe vergangene Woche einigen. Genauer hat sich Rewe bisher nicht zu den Unstimmigkeiten geäußert. Der Händler begründet sie mit erhöhten Preisforderungen der Industrie. Lieferanten sagen, dass der Druck insbesondere von internationaler Ebene komme.

(pas)

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