Coronavirus
German health minister Jens Spahn speaks during a news conference, amid the spread of the coronavirus disease (COVID-19), in Berlin, Germany, Friday, Jan. 22, 2021. (Fabrizio Bensch/Pool via AP)

Jens Spahn bei der Bundespressekonferenz. Bild: ap / Fabrizio Bensch

Spahn: Für Deutschland ist die Null-Covid-Strategie keine Lösung

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Deutschland zuletzt gesunken, die Zahl der Todesfälle aber ist weiter hoch. Kanzlerin Angela Merkel sprach sich gestern dafür aus, alles zu tun, "um eine dritte Welle der Pandemie und gegebenenfalls eine noch heftigere als jemals zuvor zu verhindern." Sorgen bereiten nicht zuletzt die neuen Virus-Mutanten, die auch in Deutschland inzwischen nachgewiesen werden und als besonders infektiös gelten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sehen derzeit keine Alternative zum Lockdown.

11.10: Zulassung von AstraZeneca wird schnell einen Unterschied machen

Eine Journalistin spricht die Debatte um mögliche Vorteile für Geimpfte an. "Es wird daran geforscht, ob Geimpfte noch infektiös sind", sagt Wieler. Er wüsse noch nicht, wann es dazu Ergebnisse gebe.

Gesundheitsminister Jens Spahn rechnet Ende nächster Woche mit einer Zulassung des Impfstoffs von AstraZeneca. "Wir sind im Gespräch mit AstraZeneca", sagt er. Im Februar könne die Zulassung dann bereits einen Unterschied machen und es würden mehr Impfdosen zur Verfügung stehen.

11.20: Keine Null-Covid-Strategie für Deutschland

Laut Gesundheitsminister Jens Spahn ist die Null-Covid-Strategie für Deutschland nicht geeignet. "Das Modell sehe ich nicht auf Deutschland übertragbar", sagt Spahn. Das Land liege in der Mitte eines Kontinents, in der Mitte der Europäischen Union, "deswegen sehe ich Null als dauerhafte Zielmarke nicht als das, was in einem Land wie Deutschland mit unserer Lage und Situation funktionieren kann." Die Initiative "Zero Covid" macht sich mit diesem Ziel gerade für einen kompletten Shutdown europaweit stark.

11.06: Auf lange Sicht keine Unterschiede zwischen Bundesländern im Hinblick auf die Impfungen

Tübingen und Bremen weisen geringe Inzidenzwerte auf, ein Journalist fragt, ob das mit den dort ausgeteilten FFP2-Masken zusammenhinge. Spahn antwortet, dass man Studien bräuchte, um dies herauszufinden.

Unterschiedliche Impfquoten in den Bundesländern hätten damit zu tun, dass einige schon in Krankenhäusern angefangen haben zu impfen und das würde schneller gehen, erklärt Spahn. Andere Länder konzentrieren sich zuerst auf Pflegeheime und alte Menschen, wo es länger dauern würde. Am Ende werde sich dies aber wieder ausgleichen, sagt Spahn.

10.57: Keine Änderung der Impfstrategie in Bezug auf die Zweitimpfung

"Was halten Sie davon, die Impfstrategie zu ändern?", wird Spahn in Bezug auf die Zweitimpfung gefragt. Die Empfehlung bleibe, die vorgesehene Impfspanne zwischen drei und sechs Wochen einzuhalten, antwortet der Gesundheitsminister. Ein umfassender Impfschutz sei wichtig.

10.40: "Wir sollten uns nicht sorglos hinstellen"

"Wenn in den nächsten Wochen und Monaten die Risikogruppen abgeschirmt werden, wird es Druck geben, Maßnahmen zu beenden", sagt Drosten. Das Problem sei aber nicht beendet sobald die Risikogruppen geimpft sind.

Wie könnten Lockerungen aussehen, möchte ein Journalist daraufhin wissen. "Wir sollten uns nicht zu sorglos hinstellen", antwortet Drosten. Im Sommer werde es nicht automatisch besser werden.

10.26: Kein Silvester- oder Weihnachts-Peak

Die Gesundheitsämter seien laut Drosten aktuell sehr gefordert. Größere Kontaktmaßnahmen seien zur Kontrolle der Mutationen der richtige Weg. "Wir haben kaum Einzelfälle, bei denen man sagen kann, die kommen aus dem Nichts".

Es ist laut Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, kein Silvester- oder Weihnachts-Peak der Zahlen zu erkennen. Marx dankt dafür den Bürgern, weist aber auch auf die Arbeitsbelastung der Intensivmediziner hin. Von einer Entspannung der Lage könne man seiner Meinung nach nicht sprechen.

10.14: "Geben wir Covid19 keine Chance!"

Wieler spricht die vielen Corona-Ausbrüche in Pflegeheimen als enormes Problem an. Ältere Menschen ab 80 seien extrem stark betroffen. "Alle beschlossenen Maßnahmen schützen auch vor den neuen Virus-Varianten", erklärt Wieler. Daher sei es wichtig, sie weiter einzuhalten. Er bittet die Bürger, ihre Impfangebote auch anzunehmen. "Geben wir Covid19 keine Chance!"

10.11: "Wir haben Aussicht auf einen besseren Sommer"

Bis Mitte Februar solle es in allen Pflegeeinrichtungen Impfangebote geben. "Dieser Winter wird nicht leicht, das wussten wir immer. Aber ich bin sicher, wir haben Aussicht auf einen besseren Sommer", sagt Spahn. Jeder könnte im Alltag einen Unterschied machen, für das mitwirken der Bürger sei Spahn danbkar.

Laut Wieler sind die Fallzahlen klar zu hoch, es gebe aber dank der Maßnahmen einen positiven Trend.

10.05: Entwicklung in die richtige Richtung

"Wenn man zu früh aufhört, kann noch größerer Schaden entstehen", sagt Spahn in Bezug auf die Corona-Maßnahmen. Die Infektionszahlen seien ermutigend und würden auf eine leichte Entlastung hindeuten. "Die Zahlen entwickeln sich in die richtige Richtung, aber sind immer noch auf einem zu hohen Niveau". Das Virus müsse wieder gut kontrollierbar werden. Die aktuellen Zahlen dürften kein Dauerzustand sein. "Ich weiß, dass die Beschlüsse sehr belastend sind", räumt Spahn ein. Es gebe aber keine andere Möglichkeit, vor allem in Bezug auf die neuen Mutationen. Das Gute an der aktuellen Situation sei, dass es Hoffnung gebe. Vor allem durch die Impfungen.

10.00: "Es ist noch nicht vorbei"

Vor circa einem Jahr wurde der erste Coronavirus-Fall bestätigt. "Wir haben das sehr ernst genommen", sagt Spahn. Man konnte jedoch nicht ahnen, was sich daraus alles entwickeln würde. "Und es ist noch nicht vorbei", so Spahn.

(pas/ mit Material von dpa)

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