Gewalt
A police officer guards evidence at the scene of an incident in Trier, Germany, Tuesday, Dec. 1, 2020. German police say people have been killed and several others injured in the southwestern German city of Trier when a car drove into a pedestrian zone. Trier police tweeted that the driver had been arrested and the vehicle impounded.(AP Photo/Michael Probst)

Die Trierer Polizei war nach der Tat binnen Minuten zur Stelle. Bild: dpa / Michael Probst

"Er spricht mit uns": Mutmaßlicher Amokfahrer soll Haftrichter vorgeführt werden

Nach der Amokfahrt in der Trierer Innenstadt mit fünf Toten hat der dringend Tatverdächtige laut Polizei ausgesagt. "Er spricht mit uns", teilte ein Polizeisprecher am Mittwochmorgen mit. Zu den Inhalten der Aussage könne man aber keine Angaben machen.

Tatverdächtiger soll vor Haftrichter treten

Der 51-Jährige sollte demnach am Vormittag einem Haftrichter vorgeführt werden. Nach ersten Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft gibt es Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung des Mannes. Die Justizbehörde muss daher noch entscheiden, ob sie Untersuchungshaft beantragt oder die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung.

Ein eigens eingerichtetes Hinweistelefon sei mittlerweile wieder abgeschaltet worden, Zeugen könnten sich aber unter einer anderen Nummer bei der Polizei melden. Zudem bat die Polizei die Menschen, Fotos und Videos nicht in den Sozialen Medien zu teilen sondern in einem dafür eingerichteten Hinweisportal hochzuladen.

Täter hatte wohl keine politischen oder religiösen Motive

Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der Mann mit einem PS-starken Geländewagen am Dienstagnachmittag gezielt Menschen in der Trierer Fußgängerzone überfahren. Fünf Menschen starben, darunter ein neun Wochen altes Baby. 14 Menschen wurden verletzt. Rund vier Minuten nach dem ersten Notruf konnten Polizisten den Autofahrer festnehmen.

Die Tat eines 51-Jährigen aus dem Kreis Trier-Saarburg wird von der Staatsanwaltschaft Trier als mehrfacher Mord, Mordversuch und gefährliche Körperverletzung eingestuft. Nach derzeitigem Ermittlungsstand liegen Polizeiangaben zufolge keine Hinweise auf politische oder religiöse Motive des in Trier geborenen Mannes vor. Auch gebe es keinen weiteren Tatort oder Hinweise auf Mittäter oder Komplizen des Festgenommenen. Der Verdächtige ist Deutscher, er war zur Tatzeit betrunken, bei ihm wurden 1.4 Promille festgestellt.

(vdv/dpa)

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