Dschungelcamp
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Sonja Zietlow und Daniel Hartwich moderieren "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!". Bild: dpa / Getty Images / Oleh Svetiukha / montage watson

Dschungelcamp

Dschungelcamp 2020: Wie sich RTL die Millionen-Show finanziert

Das Dschungelcamp ist nicht nur für die teilnehmenden Promis eine lukrative Einnahmequelle. Auch der Sender RTL verdient an dem Format bestens. Denn wer sein Produkt während der etwa zweiwöchigen Show-Dauer bewerben will, muss tief in die Tasche greifen.

Für einen klassischen 30-Sekunden-Werbespot müssen die Kunden dieses Jahr mindestens 47.250 Euro hinblättern. Pro Spot versteht sich. Es geht aber noch deutlich teurer! Der teuerste Spot kostet sogar bis zu 102.480 Euro, wie RTL watson mitteilt. Und in diesem Fall geht es tatsächlich nur um die ganz klassischen Formate.

Als Orientierung: Die Preise für einen klassischen Spot während der diesjährigen "Ich bin ein Star – holt mich hier raus!"-Staffel liegen laut RTL-Vermarkter IP Deutschland etwa ein Prozent über dem Niveau des Vorjahres, wie "FAZ" berichtet.

Sonderwerbeformen, Telefonvoting – daran verdient RTL

Gerade beim Dschungelcamp sind Sonderwerbeformen stark nachgefragt. Bestes Beispiel der vergangenen Jahre: Pick Up. Der Schoko-Keksriegel wurde 2014 für mehr als anderthalb Minuten so prominent im Format platziert, dass später sogar ein Gericht über die Zulässigkeit entscheiden musste – mit negativen Ausgang für RTL. Das Gericht entschied, die Marke wurde zu stark hervorgehoben.

Aber nicht nur der Kekshersteller wurde in den vergangenen Jahren mittels Sonderwerbeformat beworben – und dürfte dafür viel Geld auf den Tisch gelegt haben. Auch der Joghurt Froop hatte prominente Werbeauftritte. Außerdem sicherte sich die Molkerei Müller 2016 das Recht darauf, das Sendungslogo sowie den Claim "Hol mich hier raus" auf seinen Joghurtbechern abzudrucken. Dafür waren einige Lizenzgebühren fällig.

So sah das Dschungel-Design des Joghurts aus:

Auch in diesem Jahr gibt es mit McDonald's, Check24 oder auch Opel wieder Sonderwerbepartner. So wird die Fast-Food-Kette auch durch Produktplatzierungen beworben, in dem die Camper nach ihrem Auszug erst einmal einen Zwischenstopp in einer McDonald's-Filiale einlegen.

Mc Donald's Werbung beim Dschungelcamp

McDonald's taucht in verschiedenen Sonderwerbeformen auf. Bild: RTL

Geschätzte Einnahmen in Millionen-Höhe

Überhaupt werden die Produkte mittlerweile immer häufiger crossmedial vermarktet. Opel präsentiert zum Beispiel "Dschungel To Go", die Social-Media-Zusammenfassung des Formats. Auch das wird keine günstige Werbeform sein.

Eine weitere Einnahmequelle: das tägliche Telefonvoting. 50 Cent kostet ein Anruf aus dem Festnetz. Experten schätzen, dass RTL davon 40 Cent pro Anruf bleiben. Wie viele Zuschauer tatsächlich anrufen, verrät der Sender jedoch nicht.

Und auch über Online-Werbung kommt noch einmal Geld in die Kasse. Denn die Show ist auch auf TV Now zu sehen, wo ebenfalls Werbung geschaltet wird. Hinzukommen die Berichte und Videos auf rtl.de, Instagram und Facebook. Auch diese Werbeeinnahmen bewegen sich laut Expertenschätzungen im Millionenbereich.

Dschungelcamp-Produktion ist teuer

Darüber, wie viel RTL durch "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" tatsächlich verdient, schweigt der Privatsender natürlich. Das Beratungsunternehmen Ebiquity berechnete allerdings, dass RTL 2018 durch klassische Werbespots während der Dschungel-Staffel mehr als 37 Millionen Euro eingenommen hat, wie "FAZ" weiter schreibt. Kooperationen und Produktplatzierungen sind da noch nicht mit eingerechnet.

Jedoch sind auch die Kosten für die Sendung nicht zu verachten. Damals wurden sie auf etwa 30 Millionen Euro geschätzt.

(jei)

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