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Emperor Penguins with chick Snow Hill  in Antarctica

Mit den neu entdeckten Kolonien gibt es in der Antarktis nun 61 Kaiserpinguin-Kolonien. Bild: iStockphoto / vladsilver

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Satellitenbilder aus dem All: Neue Kaiserpinguin-Kolonien in der Antarktis entdeckt

Kaiserpinguine trifft der Klimawandel besonders hart. Sie brüten als einzige Pinguinart auf festem Meereseis – und davon gibt es bekanntermaßen immer weniger. Umso freudiger ist die Entdeckung, die Wissenschaftler mittels Satellitenbildern aus dem All nun machten. Sie fanden elf bislang unbekannte Kolonien von Kaiserpinguinen in der Antarktis.

"Die (neuen Kolonien) sind eine aufregende Entdeckung", sagte Peter Fretwell vom British Antarctic Survey, der die Forschung leitete, dem "Guardian". "Obwohl dies eine gute Nachricht ist, sind die Kolonien klein und erhöhen die Gesamtbevölkerung nur auf etwas mehr als eine halbe Million Pinguine." Mit der neuen Entdeckung gibt es etwa fünf bis zehn Prozent mehr Kaiserpinguine als bislang angenommen.

Ausfindig gemacht wurden die Brutstätten übrigens dank der Hinterlassenschaften der Pinguine auf dem Eis. Wenn die Exkremente der Tiere auf kalkreichem Boden verwittern, entsteht sogenanntes Guano. Das feinkörnige Pulver ist oft meterhoch an Brutstätten zu finden, weil dort Vogelkot und kalkreiche Eierschalen aufeinandertreffen. Allerdings waren die Guano-Flecken der neu entdeckten, eher kleinen Kolonien, bislang aus der Entfernung nicht sichtbar. Ein neuer Satellit mit höherer Auflösung änderte das nun.

Kolonien weit von Küste entfernt

Besonders überraschte die Forscher die Entdeckung zweier der elf Kolonien. Sie wurden weit entfernt von der Küste gefunden, auf Meereis, das an geerdeten Eisbergen verankert ist. Normalerweise brüten Pinguine eher in Küstennähe. Denn das Eis, auf dem sie ihre Eier legen, muss für die Brut neun Monate lang stabil sein. Die neu entdeckten Kolonien sind deshalb schon wieder gefährdet.

Insgesamt gibt es nun 61 bekannte Kolonien von Kaiserpinguinen in der Antarktis. "Es könnte noch ein oder zwei sehr kleine Kolonien geben, die noch nicht entdeckt wurden", sagte Fretwell. "Aber wir glauben, dass wir die Lücken jetzt geschlossen haben."

Berechnungen haben ergeben, dass der Bestand der Pinguine in der Region in den kommenden Jahren stark abnehmen wird. Wenn der Kampf gegen den Klimawandel keine entscheidenden Fortschritte macht, wird erwartet, dass zum Ende des Jahrhunderts 90 Prozent aller Kaiserpinguin-Kolonien verschwunden sein werden. Noch hat es in den abgelegenen Gebieten aber bis zu minus 50 Grad Celsius – wenn wir ernsthafte Fortschritte im Klimaschutz machen, könnten die Pinguine also überleben.

(ftk)

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