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 DFB-Pokal-Finale 2020 Bayer 04 Leverkusen - Bayern M

Uli Hoeneß war während der Verpflichtungn von Götze, Lewandowski und Hummels Präsident des FC Bayern. Bild: imago images / Poolfoto

Bayerns Ex-Präsident Hoeneß schießt gegen Dortmund: Jetzt meldet sich BVB-Boss Zorc

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat die Transferpolitik des Bundesliga-Rivalen Borussia Dortmund als "unklug" bezeichnet. "Wenn Dortmund einen hochtalentierten Spieler kauft und er gut spielt, kann man wenige Monate später entweder aus dem Club selbst oder von außerhalb hören, dass er irgendwann ein Verkaufsobjekt darstellen wird", sagte der 68-Jährige im Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

Er fügte hinzu: "Wie soll ein Spieler die DNA eines Vereins hundertprozentig aufsaugen, wenn er das Gefühl hat, ein Verkaufsobjekt zu sein? Bei uns gibt es das überhaupt nicht. Wir holen Spieler für Bayern München. Und niemals, um daraus Geschäfte zu machen."

"Spieler muss das Gefühl haben: Ich bin Bayern forever"

Hoeneß glaubt, dass dies den BVB in den wichtigen Fußballspielen zehn Prozent kosten könne. "Ein Spieler muss das Gefühl haben: Ich bin Bayern forever", sagte Hoeneß und führte Robert Lewandowski als Beispiel an. "Der saß im Sommer vor zwei Jahren hier bei mir und sagte, Herr Hoeneß, Sie müssen unbedingt mit Herrn Zahavi reden. Das war sein neuer Berater. Ich sagte: 'Ja, gern, mein nächster Termin ist der 3. September.'". Damit meinte Hoeneß: nach dem Ende der Transferzeit. Es sei sehr wichtig, dass die Spieler und vor allem ihre Berater wüssten, dass man nicht weich werde. Das bringe sonst nur Unruhe.

Gleichwohl lobte Hoeneß, dass der BVB ein interessanter Club für Top-Talente sei: "Im Sponsoring kommen sie an uns überhaupt nicht heran, aber damit haben sie unseren finanziellen Vorsprung ganz schön ausgeglichen. Mit Sancho war bei uns alles klar, aber im letzten Moment entschied er sich für Dortmund."

Zorc reagiert: "Finde Aussagen ziemlich arrogant"

Der Sportdirektor von Borussia Dortmund, Michael Zorc, hat jetzt auf die Aussagen von Uli Hoeneß reagiert. Auf Anfrage von "Bild" hat Zorc gesagt: "Ich finde die Aussagen ziemlich arrogant, aber einiges ist auch sachlich de facto falsch. Grundsätzlich: Wenn man jedes Jahr 250 Millionen Euro mehr in der Tasche hat, lässt es sich mit vollen Hosen gut stinken."

Zorc meint, dass die Hoeneß-Aussage über Jadon Sancho nicht richtig ist. In Wahrheit sei es der BVB gewesen, der schon sehr früh am englischen Talent interessiert gewesen sei, berichtet die "Bild" weiter. Als schon längst alles klar war, hätten die Bayern demnach versucht, Sancho mit Geld doch noch umzustimmen.

(vdv/mit Material von dpa)

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