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Ronaldinho dribbelt beim BVB, Ronaldo stürmt für den VfB und Bale greift für den HSV an? Wäre beinah so passiert. Bilder: imago sportfotodienst (montage watson)

Ronaldo zum VfB Stuttgart?! Diese 30 kuriosen Transfers wären beinahe fix gewesen

Ronaldo trifft für den VfB Stuttgart, Zidane zaubert bei Blackburn und Tim Wiese brilliert im Tor von Real Madrid. Beinahe wäre das wahr geworden... Diese, und viele andere Mega-Transfers, platzten jedoch kurz vor ihrem Abschluss.

Philipp Reich / watson.ch

Ronaldo

In den Niederlanden ging sein Stern auf: 1994 wechselte Ronaldo Luis Nazario da Lima von Cruzeiro Belo Horizonte zum PSV Eindhoven. Beinahe wäre der 17-Jährige allerdings in der Bundesliga gelandet – der erste Verein aus Europa, der bei ihm anklopfte, war nämlich der VfB Stuttgart. Der damalige A-Jugend-Trainer Ralf Rangnick reiste im Frühling 1994 extra nach Brasilien, um das Supertalent zu beobachten.

Der spätere Weltstar bestätigte: "Stuttgart war damals der erste Klub, der sich für mich interessiert hat." Doch Ronaldo war den Schwaben mit umgerechnet vier Millionen Euro zu teuer, stattdessen holte man für die Hälfte des Geldes den späteren Bayern-Star Giovane Elber, den die AC Milan damals an Grasshopper Zürich ausgeliehen hatte. Auch kein schlechter Deal.

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Ronaldo empfahl sich in Eindhoven für eine Weltkarriere. Bild: imago images / Mary Evans /

Zinédine Zidane

Angeführt von Stürmerstar Alan Shearer holten die Blackburn Rovers 1995 den Premier-League-Titel und danach beinahe Zinédine Zidane. Der 23-Jährige kickte bei Girondins Bordeaux und Trainer Kenny Dalglish wollte ihn unbedingt haben.

Doch Präsident Jack Walker verhinderte den Transfer mit der folgenden Argumentation: "Was willst du mit Zidane, wir haben doch Tim Sherwood." Zidane wechselte später zu Juventus Turin und wurde dreimal Weltfußballer, Sherwood machte dagegen nur drei Länderspiele für England.

Zinedine Zidane Juventus FC 19 August 1996 PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY Copyright: MaryxEvansxAllstarxMichaelxMayhew 12113775 editorial use only

Zidane wechselte zu Juventus Turin statt zu den Blackburn Rovers. Bild: imago images / Mary Evans /

Diego Maradona

Auch Diego Armando Maradona wechselte einst fast nach England. Der Zweitligist Sheffield United hätte 1978 um ein Haar den großen Coup gelandet, nachdem Manager Harry Haslam den 17-Jährigen in Argentinien entdeckt hatte. Maradona saß bereits im Flieger in Richtung England und die Ablösesumme von 200.000 Pfund war bereits ausgehandelt.

Doch dem Management des Klubs war das geforderte Handgeld, das man zusätzlich zur Ablöse hätte bezahlen sollen, zu hoch und der Transfer platzte. Stattdessen holte man Maradonas Landsmann Alejandro Sabella und der spätere "Goldjunge" wechselte 1983 für umgerechnet acht Millionen Euro zum FC Barcelona.

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Maradona 1982 im Trikot der Boca Juniors. Bild: imago images / AFLOSPORT /

Marco van Basten

Im Jahr 1992 war Marco van Basten längst ein Superstar: Mit der AC Milan wurde er zweimal Meister und holte zweimal den Europapokal der Landesmeister. Trotzdem stand er nach der EM in Schweden vor dem Absprung zum FC Barcelona. Trainer Johan Cruyff konnte seinen Landsmann aber nicht restlos davon überzeugen, bei Barça in seine Fußstapfen als niederländischer Topscorer zu treten.

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1995 musste van Basten seine Karriere mit 31 Jahren wegen anhaltender Knöchel- und Knieproblemen beenden. Bild: imago images / VI Images/DTP

Cristiano Ronaldo

Für 17,5 Millionen Euro zog es Cristiano Ronaldo 2003 von Sporting Lissabon zu Manchester United. Doch auch Arsenal London war nah an einer Verpflichtung des Portugiesen dran: Arsène Wenger lud Ronaldos Mutter mit zum Probetraining ein und schenkte dem 17-jährigen Cristiano ein "Gunners"-Trikot. Doch United zahlte das Dreifache und außerdem wurde der einstige Sporting-Coach Carlos Queiroz bei den "Red Devils" Co-Trainer.

"Es ist wahr, ich wäre beinahe bei Arsenal gelandet", erklärte Ronaldo im September 2019 in einem ITV-Interview mit Piers Morgan. "Ich schätze immer noch, was sie für mich gemacht haben. Vor allem Arsène Wenger. Und im Fußball weiß man nie, was passiert. Das Leben ist so."

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Ronaldo kriegt von Morgan ein Arsenal-Trikot geschenkt. Video: YouTube/ITV

Zlatan Ibrahimovic

Auch an Zlatan Ibrahimovic war Arsène Wenger dran. Im Jahr 2000 wollte der Franzose den 19-jährigen Schweden von Malmö FF zu Arsenal London locken und schenkte ihm ein Trikot mit der Nummer neun und dessen Namen. Der Einladung zum Probetraining folgte Ibra aber nicht. Der Grund: sein Ego. "Ich hoffte, dass er mich überzeugen würde, zu Arsenal zu kommen. Aber er hat es nicht einmal versucht und ich sagte mir: 'So nicht, Zlatan macht keine Probetrainings'", erklärte Ibrahimovic später.

Der Schwede wechselte schließlich ein Jahr später für 7,8 Millionen Euro zu Ajax Amsterdam. "In Amsterdam können sie viel von mir erwarten. Ich möchte Arsenal zeigen, was sie verpasst haben", soll Ibra damals gesagt haben.

Erling Braut Haaland

Bei Borussia Dortmund hat Erling Haaland eingeschlagen wie eine Bombe: Zwölf Tore erzielte der norwegische Teenager in den ersten elf Spielen für den BVB. Dabei wäre Haaland einst fast bei einem anderen Bundesligisten gelandet. Der Shootingstar wurde 2016 als 15-Jähriger von 1899 Hoffenheim zum Probetraining eingeladen und konnte sportlich überzeugen. "Wir waren der einzige Bundesligist, der seine Fähigkeiten erkannt hat", erklärte Hoffenheims Trainer Alfred Schreuder im Februar 2020 nicht ohne Stolz.

Dass der Wechsel dennoch nicht zustande kam, war eine Entscheidung der Vereinsführung, die ihr im Nachhinein leidtun dürfte. 2000 Euro war Hoffenheim bereit, dem jungen Norweger monatlich zu überweisen, doch Haalands Entourage forderte angeblich 5000 Euro im Monat und so zog es den Stürmer von Bryne FK vorerst zu Molde statt nach Hoffenheim.

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Ronaldinho

2001 buhlte Borussia Dortmund intensiv um einen 21-jährigen Brasilianer namens Ronaldo de Assis Moreira von Gremio Porto Alegre. Der BVB war bereit, die fünf Millionen Euro Ablösesumme für das Supertalent mit dem Künstlernamen Ronaldinho zu zahlen, doch der Spieler winkte schließlich ab. "Der Sprung nach Dortmund wäre mir etwas zu groß gewesen", erklärte Ronaldinho später. Er wechselte stattdessen im gleichen Sommer zu Paris St.-Germain. Der französische Klub war damals eine noch nicht ganz so große Nummer wie heute.

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Gelb kannte Ronaldinho schon, an Schwarz wollte er sich nicht gewöhnen müssen. Bild: imago images / Geisser

Thomas Müller

Vor seinem Durchbruch bei der WM 2010 bot Bayern München sein Jungtalent Thomas Müller dem FC Zürich an. Doch Sportchef Fredy Bickel verzichtete im Sommer 2009 auf einen Transfer. "Wir hätten Müller gerne mit einer Kaufoption ausgeliehen und dann fest übernommen. Die Bayern wollten ihn aber nur für ein Jahr weggeben", so später seine Begründung. Außerdem hatte der FCZ mit Innocent Emeghara, Admir Mehmedi und Josip Drmic bereits drei junge Schweizer Stürmer in seinen Reihen und so blieb Müller bei den Bayern.

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Schon zu Zeiten in Bayerns zweiter Mannschaft jubelte Thomas Müller wie Thomas Müller. Bild: imago images / photoarena/Darrelmann / imago sportfotodienst

Alessandro Del Piero

Im Sommer 2012 hätte der Präsident des FC Sion, Christian Constantin, den italienischen Superstar Alessandro Del Piero beinahe in die Schweiz gelockt. Constantin war für Verhandlungen nach Turin gereist und bot dem 38-Jährigen einen Zweijahresvertrag mit einer Million Franken (über 940.000 Euro) Jahresgehalt an.

Doch Del Piero, der bei Juventus Turin keinen neuen Vertrag mehr bekommen hatte, wechselte schließlich zum FC Sydney nach Australien. Zwei Jahre später beendete der Weltmeister von 2006 in Indien bei Delhi Dynamos FC seine Karriere.

Bildnummer: 11666231  Datum: 13.10.2012  Copyright: imago/Action Plus
13.10.2012. Sydney, Australia. Sydney s Italian forward Alessandro Del Piero during the A-League game between Sydney FC and Newcastle Jets FC played at Allianz Stadium,Sydney. xNigelxOwenx PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY ActionPlus11337757; Fussball Australien A League xdp x0x 2012 quer premiumd

Image number 11666231 date 13 10 2012 Copyright imago Action Plus 13 10 2012 Sydney Australia Sydney s Italian Forward Alessandro DEL Piero during The A League Game between Sydney FC and Newcastle Jets FC played AT Alliance Stage Sydney xNigelxOwenx PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY  Football Australia A League  x0x 2012 horizontal premiumd

Del Piero landete nicht in der Schweiz, sondern in Australien. Bild: imago images / Action Plus / imago sportfotodienst

Mario Balotelli

Vier Jahre später jagte Constantin den nächsten Superstar. Im Sommer 2016 wollte er Mario Balotelli zum FC Sion holen. Der italienische Exzentriker wurde beim FC Liverpool ausgemistet und suchte einen neuen Verein. Der Sion-Präsident rief Balotellis Berater Mino Raiola an, doch dieser lotste seinen Schützling schließlich zu OGC Nice und Trainer Lucien Favre.

Soccer Football - Serie A - Brescia v Lazio - Stadio Mario Rigamonti, Brescia, Italy - January 5, 2020  Brescia's Mario Balotelli reacts after scoring their first goal   REUTERS/Daniele Mascolo

Balotelli spielt mittlerweile wieder in seiner Heimat für Brescia Calcio. Bild: reuters / DANIELE MASCOLO / DANIELE MASCOLO

Jari Litmanen

Im Winter 1992 nimmt Roy Hodgson, der damalige Trainer des Schweizer Klubs Neuchâtel Xamax, Kontakt zu einem gewissen Jari Litmanen auf. Der junge finnische Stürmer war gerade von HJK Helsinki zu MyPa gewechselt und machte auch dort mit Toren auf sich aufmerksam.

Weil Litmanen aber noch den Militärdienst absolvieren muss, kommen die Verhandlungen ins Stocken. Als ein Wechsel ins Ausland dann so richtig aktuell wird, ist Hodgson bereits nicht mehr Xamax-, sondern Schweizer Nationaltrainer und so macht Ajax Amsterdam das Rennen um das in ganz Europa heiß begehrte Supertalent.

Jari Litmanen mit Ball

Jari Litmanen with Ball

Jari Litmanen entwickelte sich bei Ajax zum Superstar. Bild: imago images / Claus Bergmann

Robert Lewandowski

Beinahe nach England wechselte Robert Lewandowski vor seinem Engagement bei Borussia Dortmund. Die Blackburn Rovers hatten 2010 ihre Fühler nach dem polnischen Stürmer von Lech Posen ausgestreckt. Der Flug auf die Insel war bereits gebucht, der Fünf-Millionen-Euro-Deal schon vorbereitet. Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull kam aber dazwischen. Wenig später meldete sich der BVB und Blackburn war aus dem Rennen.

"Ja, ich hatte die Möglichkeit", sagte Lewandowski 2017 über einen möglichen Wechsel zu den Rovers. "Ich wollte mir Blackburn anschauen, das Trainingsgelände, den Ort. Der Flug war gebucht, aber wir konnten nicht los. Hat es mein Leben verändert? Ja, vielleicht! Wenn ich dorthin gegangen wäre, wäre ich vielleicht geblieben."

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Von Posen ging es für Robert Lewandowski nach Dortmund, wo er sich zu einem der besten Stürmer der Welt entwickelte. Bild: imago images / Newspix /

Antoine Griezmann

Der französische Weltmeister von 2018 hatte sich seit 2009 als Torjäger bei Real Sociedad einen Namen gemacht. Noch bevor ihn halb Europa jagte und er zu Atlético Madrid wechselte, hatte im Sommer 2014 der FC Fulham versucht, den Franzosen zu verpflichten.

14 Millionen Euro Ablöse waren den "Cottagers" aber zu viel, danach folgte allerdings ein langes Zögern, weshalb man am "Deadline Day" etwas überhastet den Griechen Konstantinos Mitroglou holte. Dieser kostete gar 15,2 Millionen Euro und wurde nach einer Knieverletzung und nur drei Einsätzen wieder ausgeliehen. Am Ende der Saison stieg Fulham ab.

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Die Haare hatte Antoine Griezmann auch schon bei Real Sociedad schön. Bild: imago images / Cordon Press/Miguelez Sports

Andres Iniesta

2003 verließ mit Barry Ferguson ein absoluter Leistungsträger die Glasgow Rangers und der schottische Rekordmeister suchte auf der ganzen Welt nach Ersatz – und zwar nicht nur in der realen. "Mein Sohn Jon hat dieses Computer-Manager-Game gespielt", verriet Ex-Trainer Alex McLeish 2017 in einem Interview. "Er hat mir dann ständig irgendwelche Namen von südamerikanischen Talenten genannt. Sie kamen aus dem nichts und es hieß: "Lionel Messi wird irgendwann der beste Fußballer der Welt. Zu diesem Zeitpunkt war er 13 oder 14 Jahre alt."

Die Rangers versuchten deshalb, Messi zu verpflichten, blitzten beim FC Barcelona aber ab: "Keine Chance", hieß es. Stattdessen wurde den Schotten ein anderer späterer Weltstar angeboten: "Barça-Assistent Henk ten Cate sagte, dass sie ein anderes Super-Talent hätten, Andres Iniesta." Die Klubs waren sich über das Leihgeschäft schon einig, doch Iniesta spielte in den folgenden Spielen so gut, dass Barcelona schließlich einen Rückzieher machte.

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Beinahe wäre der junge Andres Iniesta in Schottland gelandet. Bild: imago images / Miguelez Sports Foto

Tim Wiese

Sommer 2012: Real Madrid sucht einen Torhüter, der Druck auf die alternde Nummer eins Iker Casillas ausüben soll. Ganz oben auf der Wunschliste steht ein Deutscher: Werder Bremens Tim Wiese. Doch der Spiegel, wie er von den Kollegen wegen seiner Eitelkeit nur genannt wird, meidet das Risiko und wird stattdessen Stammtorhüter bei der TSG Hoffenheim. Allerdings nicht lange – anfangs 2013 wird Wiese aussortiert. 2014 startet er eine Wrestling-Karriere.

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Ärgerlich: Tim Wiese gab Real Madrid einen Korb. Bild: imago images / MIS /

Philipp Lahm

Als 20-Jähriger kam Philipp Lahm 2003 zu seinem Pflichtspieldebüt für Bayern München. Doch Trainer Ottmar Hitzfeld befand ihn noch nicht für Bundesliga-tauglich und ließ ihn ausleihen. Rapid Wien hätte den Linksverteidiger haben können, doch er war dem österreichischen Rekordmeister mit seinen 170 Zentimeter zu schmächtig. So griff der VfB Stuttgart zu und formte Lahm in zwei Saisons zum Topverteidiger.

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Aus dem jungen VfB-Kicker wurde eine Legende. Bild: imago images / ExSpo

Neymar

Das Tauziehen um Neymar beginnt früh. Vor allem Real Madrid und der FC Barcelona buhlen schon 2006 um das brasilianische Ausnahmetalent. Barças Erzrivale scheint zunächst das Rennen zu machen, Neymar absolviert bei den Königlichen sogar erfolgreich ein Probetraining. Der Transfer des 14-jährigen Wunderkinds scheitert aber an den Handgeld-Forderungen (60.000 Euro) von dessen Berater. So kehrt Neymar zu Santos zurück und wechselt sieben Jahre später nach Barcelona.

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Neymar do Santos - FC Santos vs. Ponte Preta - Barueri/SP, Brasil - 25/02/2012. x(9)xRodrigoxCocax/xFotoarenax PUBLICATIONxNOTxINxBRA (8478); Fussball Brasilien xdp x1x 2012 quer 

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Auch Neymars Wechsel 2013 sorgt für viele Schlagzeilen. Bild: imago images / Fotoarena /

Steven Gerrard

Nach dem fantastischen Champions-League-Sieg gegen die AC Milan im Jahr 2005 stand Steven Gerrard beim FC Liverpool tatsächlich kurz vor dem Absprung.

Die Unzufriedenheit des Liverpool-Captains wollte Chelsea ausnutzen und bot die englische Rekordsumme von 50 Millionen Euro. Doch Gerrard blieb Liverpool schließlich treu, auch weil die "Reds" ihm einen neuen Vertrag mit deutlich besseren Bezügen vorlegten.

Liverpools captain Seven Gerrard and coach Rafael Benitez with the trophy.CHAMPIONS LEAGUE FINAL : Liverpool v AC MILAN in ISTANBUL 25/5/2005. PUBLICATIONxNOTxINxUK

Aus Reds-Star Steven Gerrard (l.) wurde kein Blues-Star. Bild: imago images / Colorsport /

Paul Gascoigne

1988 leistete sich Sir Alex Ferguson ein Missgeschick. Der damals 21-jährige Paul Gascoigne hatte sein Interesse geweckt, doch der Trainer von Manchester United war zu zögerlich.

"Das war mein größter Fehler als Trainer", räumte Sir Alex später ein. Ferguson wähnte sich beim Transfer schon am Ziel: Die Unterschrift schien nur noch eine Formalie zu sein, doch Gascoigne sagte überraschend noch ab. Die Bosse von Tottenham Hotspur hatten seinen Eltern auf die Schnelle ein Anwesen in London gekauft und erhielten deswegen die Zusage.

PAUL GASCOIGNE, TOTTENHAM HOTSPUR, Wembley s Tournament, Arsenal vs Tottenham Hotspur 4-0, Wembley, London TORNEO DI WEMBLEY ARSENAL-TOTTENHAM HOTSPUR 4-0 PUBLICATIONxNOTxINxITA

Ein Haus in London – die Gascoignes konnten nicht anders. Bild: imago images / Buzzi / STUDIO FOTOGRAFICO BUZZI SRL

Rivaldo

Seine beste Zeit hatte der brasilianische Weltmeister Rivaldo zwischen 1997 und 2002 beim FC Barcelona. Nach einem erfolglosen Abstecher zur AC Milan suchte der vertragslose Dribbelkünstler im Jahr 2004 einen neuen Arbeitgeber. Lange lagen die Bolton Wanderers in der Pole Position, doch am Ende machte der griechische Rekordmeister Olympiakos Piräus das Rennen.

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Ein Weltfußballer in Bolton – das wäre was gewesen! Bild: imago images / Claus Bergmann

Kaka

Anfang der Nullerjahre hatte Bayer Leverkusen beste Scouting-Kontakte nach Brasilien. Mit Lucio, Paulo Sergio und Ze Roberto holte man mehrere spätere Superstars nach Europa. 2002 stand ein gewisser Kaka ganz oben auf der Bayer-Wunschliste. Doch der schlug das Angebot aus und ging stattdessen für 8,25 Millionen Euro zur AC Milan.

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Auf Leverkusen hatte der spätere Weltstar Kaka keine Lust. Bild: imago images / Ulmer

Andrij Schewtschenko

Das Jahr 1995: Die Berater des 19-jährigen Andrij Schewtschenko versuchen in halb Europa, ihren Schützling an den Mann zu bringen. Eine Million Euro fordern sie für den talentierten Mittelstürmer. West Ham United, dem 1. FC Köln und später auch Werder Bremen ist er aber zu teuer. Vier Jahre später schlägt dann die AC Milan zu – für 23 Millionen Euro.

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Andrej Schewtschenko jubelt im Trikot von Dynamo Kiew. Bild: imago images / Ulmer

Michael Essien

Beim VfL Wolfsburg erscheint im Jahr 2002 ein gewisser Michael Essien zum Probetraining. Der 19-jährige Ghanaer spielte damals beim SC Bastia in Frankreich, fiel beim Bundesligisten aber durch. Essien schaffte im nächsten Jahr bei Bastia den Durchbruch und wechselte dann für 11,7 Millionen Euro zu Olympique Lyon. Später wurde er bei Chelsea zum absoluten Superstar.

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Der noch unbekannte Michael Essien vom SC Bastia landete nie beim VfL Wolfsburg. Bild: imago images / PanoramiC

Fernando Morientes

Sieben Jahre bevor Raul zu Schalke 04 wechselte, hätten die Königsblauen beinahe zum ersten Mal einen spanischen Topstürmer verpflichten können. Fernando Morientes war 2003 bei Real Madrid nicht mehr erwünscht und die Königlichen waren sich mit Schalke bereits einig. Doch der Spanier forderte zu viel Lohn und wechselte stattdessen leihweise zur AS Monaco.

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War zu teuer für die Bundesliga: Fernando Morientes landete in Frankreich. Bild: imago images / Ulmer

Gareth Bale

Im Sommer 2008 hätte sich Gareth Bale um ein Haar das Trikot des Hamburger SV übergestreift. Der neue Trainer Martin Jol kam von Tottenham und wollte den damals in London umstrittenen Waliser nach Hamburg mitnehmen. Für den 18-jährigen Flügelspieler hätte der HSV sechs Millionen Euro an die Spurs überweisen müssen. Das war dem Bundesliga-Dino aber ein zu großes Risiko.

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Wales. Golf. Hamburg. Leider nein... Bild: imago images / Sportimage

Petr Cech

Aus dem gleichen Grund wechselte Petr Cech 2001 nicht zu Werder Bremen. Der tschechische Torhüter überzeugte zwar im Probetraining, doch die 600.000 Euro Ablösesumme waren den Grün-Weißen für einen 18-jährigen Keeper zu hoch. Nur ein Jahr später legte der französische Erstligist Stade Rennes schon fünf Millionen Euro für ihn auf den Tisch, 2004 waren Cechs Dienste dem FC Chelsea gar 13 Millionen Euro wert.

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Petr Cech und Werder Bremen – das hätte irgendwie sogar gepasst, nicht? Bild: imago images / Team 2

Michel Platini

1976 durfte der blutjunge Michel Platini beim damaligen Bundesligisten 1. FC Saarbrücken ein Probetraining absolvieren. Nach Ansicht von Trainer Slobodan Cendic war der Franzose jedoch zu schmächtig, er wurde wieder nach Hause geschickt. Von Nancy wechselte Platini schließlich über St.-Etienne zu Juventus Turin, wo er zu einem der torgefährlichsten Offensivspieler der 80er Jahre wurde.

Mit 16 Jahren wurde Platini übrigens schon beim FC Metz abgelehnt. Nach dem Medizincheck sagte einer der Verantwortlichen, der Kleine habe "einen viel zu dicken Hintern".

Michel Platini (Frankreich)

Michel Platini France

Für die Macher in Saarbrücken zu schmächtig: Michel Platini. Bild: imago images / WEREK / imago sportfotodienst

Pele

Hannover 96 stieg 1964 erstmals in die Bundesliga auf. Bei der Suche nach Verstärkungen wagte der Klub das Unfassbare und kontaktierte den FC Santos. Das Ziel: die Verpflichtung des zweifachen Weltmeisters Pele, des damals weltbesten Fußballers.

Der Deal scheiterte letztlich daran, dass die brasilianische Regierung das Idol zum Staatseigentum erklärt hatte. Ein Wechsel ins Ausland war somit ausgeschlossen. Auch Real Madrid und Inter Mailand guckten in die Röhre. Erst 1975 wechselte Pele ins Ausland – und zwar zu Cosmos New York.

Weltmeisterschaft Finale, Brasilien - Italien in Mexiko-Stadt, v.li.: Rivelino, Pele, Jairzinho (alle Brasilien)

World Cup Final Brazil Italy in Mexico City v left Rive Lino Pele Jairzinho all Brazil

Pele (Mitte) sollte in Brasilien bleiben. Bild: imago/WEREK /

Alfredo Di Stefano

Nach dem Zweiten Weltkrieg dominiert der FC Barcelona den spanischen Fußball. Der Wendepunkt zu Gunsten von Real Madrid erfolgt im Jahr 1953: Die Königlichen verpflichten den 25-jährigen Argentinier Alfredo Di Stefano. Mit ihm feiert Real acht Meistertitel und fünf Pokalsiege. Eigentlich hatte Di Stefano bereits einen Vertrag beim FC Barcelona unterschrieben.

Doch bei der Bezahlung der Ablösesumme kam es zwischen seinen alten Klubs River Plate und CD Los Millionarios zu Problemen. Real mischte sich ein und überwies ebenfalls Geld nach Argentinien. Das spanische Sportministerium entschied, dass Di Stefano erst zwei Jahre für Real und dann zwei Jahre für Barcelona spielen sollte. Barça verzichtete für eine Entschädigung von 5,5 Millionen Pesetas (rund 298.000 Euro) allerdings auf den künftigen Superstar.

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Bild: imago images / Buzzi

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