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Pietro Lombardi gewann die achte Staffel von "DSDS" und damit ein Preisgeld in Höhe von 500.000 Euro. Bild: www.imago-images.de / osnapix / Hirnschal via www.imago-images.de

"Konnte damit nicht umgehen": Pietro Lombardi erinnert sich, wie schnell er das "DSDS"-Preisgeld verprasst hat

Pietro Lombardi zeigt regelmäßig auf Instagram, dass er es geschafft hat: Der "DSDS"-Gewinner von 2011 gönnte sich erst vor Kurzem eine stattliche Luxus-Villa, die unter anderem durch mehrere Etagen und einen eigenen Fahrstuhl besticht. Auch ein neuer Sportwagen ergänzt nun den Fuhrpark des Sängers – und der verdient sein Geld mittlerweile nicht mehr vorrangig mit Musik.

Auch in diversen TV-Shows ist er ein gern gesehener Gast. Unter anderem saß er schon in der Jury des RTL-Formats, das ihm den Karriereweg geebnet hat. Außerdem verdient er eigenen Angaben nach im Monat bis zu 200.000 Euro, in "richtig guten Monaten" sogar mal eine Million Euro mit Werbedeals und als Influencer. Von seinem Vermögen könne er so gut leben, dass er kürzlich sogar verriet, eine riesige Gage für eine eigene Kuppelshow ausgeschlagen zu haben.

So gewissenhaft wie jetzt konnte der 28-Jährige noch nicht immer mit seinem vielen Geld umgehen. Als er "Deutschland sucht den Superstar" vor zehn Jahren gewonnen hat, bekam er ein Preisgeld von über 500.000 Euro – und der Großteil davon war innerhalb kürzester Zeit futsch.

Pietro Lombardis Gewinn habe ihn überfordert

Daran erinnerte sich Pietro in "Leeroys Podcast", in dem er auch von seiner Zeit auf der Hauptschule in Karlsruhe berichtete und weitere Lebenseckpunkte mit dem Youtuber Leeroy Matata durchging.

Selbstverständlich ging es dabei auch um "DSDS". Bis er es überhaupt durch das Format ins TV schaffte, musste er einige Hürden meistern: "Ich war bei elf Vor-Castings in dem Jahr, in dem ich gewonnen habe. Und sie haben mich bei jedem rausgeschmissen. Ich war in ganz Deutschland, ich hab mir von jedem Geld geliehen, dass ich reisen kann. Das weiß niemand, außer Dieter Bohlen", gab Pietro preis.

Am Ende sei er in Zürich endlich weitergekommen. Nach etlichen Recalls und Liveshows, schaffte er es schließlich ins Finale – und gewann:

"Ich kann mich noch erinnern: Samstag war das Finale und Montag kam die Siegesprämie auf mein Konto. 500.000 Euro, steuerfrei. Ich war ein bisschen überfordert."

COLOGNE, GERMANY - MAY 11:  Pietro Lombardi performs during semi final of the 'Let's Dance' TV show at Coloneum on May 11, 2011 in Cologne, Germany.  (Photo by Friedemann Vogel/Getty Images)

Pietro Lombardi 2011 bei "DSDS". Bild: Getty Images Europe / Friedemann Vogel

Er sei damals gerade erst 18 Jahre alt geworden, habe noch nie so viel Geld besessen und sich gefragt, was er damit anstellen sollte: "Was soll ich mir kaufen? Ein halber Millionär war ich dann schon, aber ich konnte damit nicht umgehen. Ich hab in dem ersten Jahr 300.000, 400.000 Euro ausgegeben." Weiter schilderte er gegenüber Leeroy:

"Ich habe es einfach ausgegeben. Ich dachte, ich hab's ja und ich habe vergessen, was eigentlich wichtig im Leben ist."

Das Preisgeld sei ihm schnell zu Kopf gestiegen, sodass er seinem alten Umfeld beweisen wollte, was er erreicht hatte: "Ich dachte mir, alle haben mir gesagt, ich sei ein Versager. Porsche geholt, schön vor meiner alten Schule gehupt. Ich wollte einfach nur jedem zeigen: Guck mal, ich hab's geschafft."

Falsche Freunde nutzten Pietro später aus

Auch wenn Pietro heute besser mit seinem Vermögen umgehen kann und es umsichtiger investiert, war er dennoch Anfang des Jahres nicht davor gefeit, betrogen zu werden. Im Podcast wurde er noch einmal darauf angesprochen, dass ihm durch Kartenbetrug eine halbe Million Euro gestohlen wurde. Wer das Geld hat, das wisse er bis heute nicht – es müsse allerdings ein Vertrauter von ihm gewesen sein.

Und gerade das habe ihn sehr verletzt. Falsche Freunde hätten bei ihm nämlich leichtes Spiel: "Ich bin ein Mensch: Ich gebe alles, ich achte erstmal auf meine Liebsten, meine Eltern, bevor ich auf mich selbst achte. So bin ich immer gewesen. Weil ich so viel gebe, kommen auch sehr viele falsche Menschen, denen ich dann auch gebe."

Seine Menschenkenntnis werde aber mit jedem Tag in der Öffentlichkeit besser – und auf die wolle er sich künftig immer mehr verlassen.

(cfl)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas Keller 07.05.2021 19:30
    Highlight Highlight Es gibt da einen ganz einfachen Freundschaftstest: Man ruft alle seine Spezies an und erzählt denen, das man zum Ende des Monats umziehen werde und dafür noch Hilfe benötigt. Wer dann nicht spätestens 2 Tage vorher absagt - oder aus unerklärlichen gründen krank wird - Der ist ein wahrer Freund, von allen anderen sollte man sich schleunigst trennen!

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