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Woman finishing shopping at the supermarket during the COVID-19 pandemic in 2020

Fünf Milliarden Plastikbeutel hat Chile in den vergangenen Jahren bereits eingespart. Bild: E+ / Pollyana Ventura

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Bis zu 350 Euro Strafe: Plastiktüten sind ab sofort in Chile verboten

Spontan im Sommerschlussverkauf ein Kleid geshoppt oder beim Großeinkauf im Supermarkt den Stoffbeutel vergessen – in solchen Situationen ist die Plastiktüte zur Stelle. Weil wir wissen, dass die nicht recycelbar ist und am Ende oft im Meer landet, gibt es sie mittlerweile meistens gegen zehn oder fünfzehn Cent Aufpreis, allgegenwärtig ist sie trotzdem noch. Ein Verbot von Plastiktüten ist in Deutschland zwar geplant, die Umsetzung lässt aber bislang auf sich warten.

Chile ist uns da ein ganzes Stück voraus. Als erstes Land in Lateinamerika ist dort ab sofort die Ausgabe von Plastiktüten in allen Arten von Geschäften verboten. "Wir setzen die letzte Etappe dieses Gesetzes um", zitierte die chilenische Zeitung "La Tercera" Umweltministerin Carolina Schmidt.

Das Verbot war eigentlich schon im August 2018 in Kraft getreten. Anschließend hatten die großen Supermarktketten sechs Monate Zeit, um die neuen Vorschriften umzusetzen. Kleinere Läden bekamen eine Frist von zwei Jahren – diese endet nun.

Wer nun noch Plastiktüten verteilt, kann mit Bußgeldern von bis zu umgerechnet etwa 350 Dollar bestraft werden. Dem Umweltministerium zufolge wurde dank des Gesetzes seit 2018 bereits der Verbrauch von etwa fünf Milliarden Plastikbeuteln vermieden. Vor dem Verbot hatten die Chilenen jedes Jahr etwa 3,4 Milliarden Plastikbeutel verbraucht, von denen ein großer Teil im Meer landete.

(ftk/dpa)

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