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So sieht das Samsung Galaxy Z Flip aus. Bild: Samsung

Samsung zeigt erstmals, wie Falt-Phones wirklich gehen – zu einem enormen Preis

Zehn Jahre nach dem Galaxy S öffnet Samsung ein neues Kapitel: Als erstes Gerät der Z-Serie ist das faltbare Smartphone Galaxy Z Flip der Startschuss in eine spannende, ungewisse Ära.

Oliver Wietlisbach / watson.ch

Was wir über das Galaxy Z Flip wissen:

Was wir nicht wissen:

Die weiteren Fakten zum Galaxy Z Flip:

Das Amoled-Display ist 6,7 Zoll groß

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Bild: Samsung

Und passt zusammengefaltet in so ziemlich jede Hosentasche:

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Bild: Samsung

Samsung verspricht freihändige Nutzung etwa für Selfies und Videochats. Über seine faltbare Form ist zudem ein Stativ integriert – praktisch für Fotografie im Dunkeln.

Der Nachteil des relativ steifen Scharniers: Um das Flip-Phone einhändig zu öffnen, braucht es etwas Übung.

Zuklappen geht deutlich einfacher, wie man etwa hier im Video sieht.

Das Gerät sieht sexy aus, keine Frage. Dazu kommt es mit einem kleinen Außendisplay, auf dem ihr Musikwiedergabe steuern könnt und Nachrichten annehmen. Die Scharniere sind leichtgängig und lassen sich in jedem Winkel arretieren.

Ein großes Aber dürfte hingegen der spür- und (bei entsprechendem Lichteinfall) sichtbare Falz im Display sein. Die beiden Hälften liegen zudem im geschlossenen Zustand nicht plan aufeinander, ein schmaler Spalt bleibt übrig. Damit kann sich auch Schmutz aus eurer Hosentasche zwischen beiden Hälften sammeln.

Pingelig? Vielleicht, aber wer fast 1500 Euro für ein Handy verlangt, sollte auch ein wirklich rundes Produkt abliefern.

Spannend: Die obere und untere Hälfte können für unterschiedliche Anwendungen benutzt werden.

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Bild: Samsung

Zu den technischen Spezifikationen zählen unter anderem ein schneller Snapdragon 885 plus Prozessor, 256 Gigabyte Speicher und 8 Gigabyte Arbeitsspeicher. Der Akku fast 3.300 Milliamperestunden und lässt sich auch kabellos aufladen.

Die Frontkamera hat zwei Linsen zu je 12 Megapixel, mit denen normale oder Ultraweitwinkel-Aufnahmen gemacht werden können. Die Selfiekamera knipst mit 10 Megapixel.

Die ersten Eindrücke des Galaxy Z Flip im informativen Video:

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Video: YouTube/Technikfaultier

Und die Zweitmeinung des bekannten Tech-Blogs The Verge:

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Video: YouTube/The Verge

Fazit

Handys sind langweilig geworden, höre ich seit Jahren. Bringen aber Hersteller mit faltbaren Smartphones frischen Wind, ist es einigen Nörglern auch nicht recht. Zugegeben, ich war zunächst auch skeptisch. Doch motzen ist einfach, ausprobieren besser. Und seit ich Samsungs und Huaweis erste Falt-Geräte ausprobieren konnte, ist für mich der Fall klar. Die Frage ist nicht ob, sondern wann sich Foldables durchsetzen.

Knapp 1500 Euro sei viel zu teuer, wird im Netz gewettert, ohne das Gerät je in der Hand gehalten zu haben. Teuer? Stimmt, aber das neuste iPhone kostet in der größten Version noch gut 200 Euro mehr, und das kann man nicht falten, damit es bequem in die Hosentasche passt. Und man kann es schon gar nicht zu einem iPad mini auffalten.

Wir erinnern uns: 2019 kostete Samsungs erstes Falt-Handy, das glücklose Galaxy Fold, satte 2.350 Euro. Jetzt liegen wir beim Verkaufsstart des Z Flip knapp tausend Euro darunter. Schon in ein bis zwei Jahren könnte die 1000-Euro-Grenze unterboten werden.

Dass neue Technologie etwas kostet, da zig Jahre Entwicklung darin stecken und erst relativ kleine Mengen produziert werden, leuchtet ein. Doch in einigen Jahren werden solche Foldables wenige Hundert Euro kosten. Das ist dann nicht der Verdienst der Nörgler, sondern der Tech-Enthusiasten, die sich über Innovationen freuen, auch wenn sie so manche Kinderkrankheiten haben.

Ein ausführlicher Test zum Galaxy Z Flip folgt in den nächsten Wochen. Je nach Ergebnis können wir uns dann entweder über ein überraschend gutes Flip-Phone freuen oder behaupten, wir hätten's ja schon immer gewusst.

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