NEWARK, NEW JERSEY - AUGUST 26: Taylor Swift attends the 2019 MTV Video Music Awards at Prudential Center on August 26, 2019 in Newark, New Jersey. (Photo by Jamie McCarthy/Getty Images for MTV)

Taylor Swift wurde erneut Zielscheibe eines frauenfeindlichen Witzes in der Netflix-Serie "Ginny & Georgia" Bild: Getty Images North America / Jamie McCarthy

"Ginny & Georgia": Witz in Netflix-Serie auf Taylor Swifts Kosten löst Shitstorm aus – jetzt reagiert die Sängerin

Auf Twitter braut sich momentan ein Shitstorm gegen Netflix und die Serie "Ginny & Georgia" zusammen – der Auslöser dafür ist ein ebenso alter wie sexistischer Witz auf Kosten von Taylor Swift. Ihre Fans reagierten darauf bereits mit dem Hashtag #RespectTaylorSwift, jetzt meldet sich die Musikerin auch selbst dazu zu Wort.

Auslöser für die aktuelle Diskussion ist ein Zitat aus "Ginny & Georgia" gewesen. Eigentlich geht es in der neuen Serie, die in Deutschland gleich auf Platz eins der Streaming-Charts geschossen ist, um eine Teenagerin und deren Beziehung zu ihrer alleinerziehenden Mutter. Zusammen müssen sie ihr Leben neu ordnen, nachdem ihr Vater beziehungsweise Ehemann gestorben ist.

In der letzten Folge der ersten Staffel glaubt Georgia, dass Ginny ihre Beziehung beendet hat – sie reagiert darauf genervt: "Warum interessiert dich das? Du machst schneller mit Männern Schluss als Taylor Swift." Zusätzlich geriet ein ähnliches Zitat aus der Serie "Degrassi: Next Class" in die Kritik. Dort heißt es an einer Stelle: "Taylor Swift hat ihre ganze Karriere auf ihren Ex-Freunden aufgebaut."

Taylor Swifts Fans rufen Hashtag ins Leben und initiieren Netflix-Shitstorm

Taylors Fans verteidigten sie umgehend auf Twitter, denn bei den Zitaten handelt es sich um frauenfeindliche Sprüche, mit denen sich die Sängerin schon des Öfteren konfrontiert sehen musste. In ihrem Songs setzte sich die 31-Jährige häufig mit ihren Beziehungen auseinander, verarbeitet diese in den Stücken. Von Kritikern wird die schiere Anzahl ihrer Ex-Freunde bewertet und mit Sprüchen wie in "Ginny & Georgia" wird Taylor dafür verurteilt – Slutshaming genannt.

Slutshaming begleitet Taylor Swift seit Jahren

Taylor Swift selbst äußerte sich in der Vergangenheit bereits mehrmals zu dem Thema in verschiedenen Interviews und beschrieb darin, was sie dazu sagt, dass sie für ihre Sexualität verurteilt wird. Im Interview mit Zane Lowe für "Apple Music Beat 1 Show" sagte sie: "Als ich 23 war, machten Leute Slideshows über mein Dating-Leben. Da waren teilweise Personen dabei, neben denen ich nur mal auf einer Party gesessen habe."

Weiter beschrieb sie: "Das war wohl auch die Zeit, in der entschieden wurde, dass mein Songwriting keine Fähigkeit oder ein Handwerk sein kann, sondern ein Trick sein muss."

Besonders heikel sind die Zitate aus den Serien, weil es eben Netflix-Produktionen sind. Gerade der Streaming-Riese veröffentlichte 2020 die Dokumentation "Miss Americana" über Swift, in der sie ebenfalls ganz konkret auf das Slutshaming eingeht und wie negativ sie dieses Image beeinflusst hat: "Ich bin so wütend über die Tatsache, dass Taylor genau darüber in 'Miss Americana' spricht und Netflix noch immer Serien herausbringt, in denen sie als Schlampe dargestellt wird", wettert eine von etlichen Userinnen.

So reagiert die Sängerin auf die Zitate aus den Netflix-Serien

Taylor selbst sieht das offensichtlich ähnlich. Sie meldete sich jetzt ebenfalls höchstpersönlich auf Twitter zu Wort – und zwar mit drastischen Worten. Denn auch sie habe offensichtlich gehofft, dass sich in den vergangenen Jahren einiges in Sachen Gleichberechtigung getan hat:

"Hey Ginny & Georgia, das Jahr 2010 hat angerufen. Es will seine blöden, sehr sexistischen Witze wiederhaben. Wie wäre es, wenn wir hart arbeitende Frauen nicht mehr erniedrigen würden, indem wir diesen Mist als witzig definieren?"

Damit noch nicht genug, die Sängerin hat Netflix hat direkt in dem Tweet vertaggt und richtete persönliche Worte an das Unternehmen: "Und Netflix: Nach 'Miss Americana' steht dir dieses Outfit ganz und gar nicht mehr. Alles Gute zum Women's History Month."

Damit nimmt Taylor wiederum Bezug auf den Aktionsmonat März, in dem an bedeutende Frauen aus der Geschichte erinnert werden soll. Einer der Höhepunkte des Monats ist der internationale Frauentag am 8. März. Eine Antwort von Netflix steht bislang noch aus.

(cfl)

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