Deutschland
HANDOUT - 23.12.2020, Baden-W

Impf-Werbung auf dem Radar: Auf einem Screenshot der App "Flightradar" ist die Strecke zu sehen, die ein Pilot in Oberschwaben geflogen ist. Bild: dpa / handout

Um auf Corona-Impfungen aufmerksam zu machen: Pilot fliegt die Umrisse einer Spritze

Um auf die Möglichkeit der Corona-Impfung aufmerksam zu machen, ist ein junger Pilot in der Form einer Spritze im Himmel über Baden-Württemberg unterwegs gewesen. Aufzeichnungen der Flugdaten zeigen das perfekte Abbild des medizinischen Hilfsmittels. Der 20-jährige Pilot eines Luftsportclubs aus Friedrichshafen wolle damit die Menschen auf die seit Kurzem mögliche Corona-Impfung aufmerksam machen, sagte Frank Fischer von dem Luftsportclub am Freitag. Der Flug habe sich über Hunderte Kilometer zwischen Friedrichshafen und Ulm erstreckt und der junge Pilot habe die Route genau geplant.

Im Internet sind die Flugbahnen des privaten wie öffentlichen Flugverkehrs auf mehreren Webseiten einsehbar. Immer wieder nutzen Piloten diesen Umstand, um mit ihren Flugbahnen Bilder zu schaffen, die dann erst anhand der Aufzeichnungen erkennbar werden. Ein Sprecher der Webseite Flightradar24, auf der die Flugroute zu sehen ist, sagte, dass es keine Möglichkeit gebe, die Daten nachträglich zu ändern. In den letzten Jahren beobachte man eine Zunahme solcher Himmelsmalereien vor allem von Piloten kleinerer Flugzeuge.

Am Sonntag beginnen die Corona-Impfungen

Der Pilot hat seinen Flug gut getimt: Am Samstag, einen Tag vor Beginn der Corona-Impfungen in Deutschland, kommt der Impfstoff in den einzelnen Bundesländern an. Der Bund lässt mehrere zehntausend Dosen der Firma Biontech an insgesamt 27 Standorte liefern.

Von dort aus werden sie dann an Impfzentren und mobile Teams verteilt, die dann am Sonntag die ersten Impfungen verabreichen sollen. Zuerst sollen Menschen über 80 sowie Pflegekräfte und besonders gefährdetes Krankenhauspersonal immunisiert werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wird am Samstagvormittag auf einer Pressekonferenz in Berlin über die Impfaktion informieren. Er hat die Bevölkerung bereits auf mögliche Anlaufschwierigkeiten eingestellt: "Es wird am Anfang ruckeln."

(se/dpa)

Neuer Plan der Bundesregierung: Corona-Impfung ab April beim Hausarzt

Die Bundesregierung arbeitet an einer Strategie, wie Impfstoff an die bundesweit rund 100.000 Arztpraxen verteilt werden kann. Die Bevölkerung soll dann künftig dort geimpft werden. Das erfuhr das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ aus Regierungskreisen. Damit sollen die bundesweit rund 400 Impfzentren schrittweise aufgelöst werden. Bereits ab April, wenn deutlich mehr Impfstoff vorhanden sein soll, könnten sich Impfwillige bei ihrem Hausarzt melden, so der Plan.

Über die Hausärzte wären …

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