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In einer Schule in Bayern wird ein Junge gemobbt (Symbolbild). Bild: Sebastian Gollnow/dpa

14-Jähriger gibt Todesanzeige für Mitschüler auf – doch der ist ziemlich lebendig

Wir alle haben uns in der Schule gegenseitig geneckt und geärgert – aber meistens immer harmlos. Doch was dieser Schüler gemacht hat, klingt eher nach purem Mobbing.

Wie der "Bayerische Rundfunk" schreibt, soll ein 14-jähriger Junge eine falsche Todesanzeige in der "Augsburger Allgemeinen" in Auftrag gegeben haben. Sie beginnt mit den Worten: "Wir vermissen unseren lieben Freund, der plötzlich und unerwartet von uns ging".

Aber: Der "liebe Freund" ist gar nicht tot!

Ganz schön krass

Mittlerweile hat sich die Kripo eingeschaltet und den tatverdächtigen Jungen ausfindig gemacht. Es soll sich demnach um einen Schüler der Maria-Stern-Realschule in Nördlingen, östlich von Stuttgart, handeln.

Bereits am Freitag wurde der Junge befragt – er streitet aber alles ab. Bei einer Durchsuchung stellten die Beamten jedoch einige Datenträger sicher. Nun muss gecheckt werden, was darauf gespeichert ist.

Zeitung bezieht Stellung

Die "Augsburger Allgemeine" schreibt auf ihrer Seite, dass sie "intensiv mit der Kriminalpolizei zusammen arbeiten, damit der oder die Auftraggeber ermittelt werden können". Die Zeitung werde darüber hinaus Anzeige erstatten. Die Online-Veröffentlichung der Todesanzeige habe die Zeitung in der Zwischenzeit gelöscht. Der stellvertretende Verlagsleiter Rüdiger Hoebel zeigt sich betroffen und tue alles dafür, um "die Ermittlungsbehörden zu unterstützen", schrieb er.

Es ist wohl nicht der erste Vorfall an der bayrischen Realschule. Die Polizei ermittle in weiteren Cyber-Mobbing-Vorfällen, wie der "br" schreibt. Offenbar wurden über schulische E-Mail-Adressen Drohungen und Porno-Links herumgeschickt.

(lin)

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