Deutschland
German Chancellor Angela Merkel attends a news conference after meeting with chairmen of international economic and financial organisations at the Chancellery in Berlin, Germany October 1, 2019. REUTERS/Hannibal Hanschke

Angela Merkel. Bild: Reuters/HANNIBAL HANSCHKE

Rechte Brexit-Gruppe löst mit Anti-Merkel-Plakat Empörung in Großbritannien aus

Was ist nun mit dem Brexit? Gehen oder bleiben die Briten in der EU? Am 31. Oktober soll es entschieden sein. Aber wie?

Um diese Fragen ringen die europäischen Staatsoberhäupter in diesen Tagen. In einem Telefon zwischen Bundeskanzlerin Merkel (CDU) und dem britischen Premier Boris Johnson soll Merkel deutlich gemacht haben, dass Großbritannien die Staatengemeinschaft nur verlassen könne, wenn Nordirland dauerhaft in der Europäischen Zollunion und dem Binnenmarkt verbleibe.

Die rechte Hardliner-Gruppe Leave.EU – gegründet vom undurchsichtigen Geschäftsmann Arron Banks, unterstützt von Rechtspopulist Nigel Farage – wettert nun gegen die deutsche Politikerin, und zwar ziemlich geschmacklos.

"Wir haben nicht zwei Weltkriege gewonnen, um uns von einer Kraut herumschubsen zu lassen."

Anm: "Kraut" ist eine englische, abfällige Bezeichnung für Deutsche

Die Nachricht sorgte für Empörung in Großbritannien. Viele Politiker waren entsetzt und warfen Leave.EU vor, Ressentiments gegen Deutschland zu schüren und Rassismus zu verbreiten.

Zahlreiche britische Politiker entschuldigten sich gar für Leave.EU. David Lammy, Labour-Abgeordneter im Unterhaus, schrieb auf Twitter:

"Liebes Deutschland, liebe EU. Bitte nehmt unsere Entschuldigung an. Eine klare Mehrheit ist gegen den Brexit. Eine große, junge Pro-EU-Bewegung in GB steht Ihnen zur Seite."

Selbst ein Politiker der Brexit-Partei verurteilte das Plakat:

(lin)

Männer, die Merkel umarmen

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

"Gott sei Dank sind ein paar Sachen verboten" – Robert Habeck im Interview

Grünen-Chef Robert Habeck über die Grünen als Verbotspartei, Enteignungen als letztes Mittel und gesellschaftliche Gegenwehr im Kampf gegen rechts.

Herr Habeck, wie lange haben Sie heute für Ihre Haare gebraucht? (Robert Habeck stöhnt.) Ich kann die Frage nicht mehr hören.

Dass Sie für das Styling Ihrer Haare nur zwei Sekunden brauchen, durften Leser einmal in der "Bild am Sonntag" erfahren. Auch, dass Sie seit der Geburt Ihrer Kinder bei kitschigen Filmen weinen müssen. Wie schnell nach der Freigabe solcher Interviews bereuen Sie Ihre Auskunftsfreudigkeit? Ich finde, wer fragt, hat auch eine Antwort verdient. Wenn man weitgehend mäßige …

Artikel lesen
Link zum Artikel