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Drehleiter (DLK) der Berliner Feuerwehr beim ausrücken von der Feuerwache 1300 in der Oderberger Strasse in Berlin-Prenzlauer Berg snapshot-photography/R.Price *** Berlin fire brigades DLK turntable ladder while moving out from fire station 1300 in Oderberger Strasse in Berlin Prenzlauer Berg snapshot photography R Price

Bild: www.imago-images.de

Wut-Brief an Feuerwehr: Anwohner drohen wegen eines angeblich zu lautem Martinshorns

Wenn die Feuerwehr mit Blaulicht und Martinshorn ausrückt, dann geht es oft um Leben und Tod – doch manchen Menschen scheint das egal zu sein. In einer anonymen E-Mail haben Anwohner der Feuerwehr Mettmann mit einer Anzeige wegen Körperverletzung gedroht, und das weil die Rettungskräfte mit Martinshorn zu einem abendlichen Feueralarm gefahren waren.

Diese Beschwerde machte die Feuerwehr sprachlos.

Unter dem Titel "+ + + Zu laut? Zu schnell? Zu rücksichtslos? + + +" veröffentlichte die Feuerwehr am Sonntag das Schreiben. Darin heißt es zum Beispiel:

"Sollten jetzt noch ein einziges Mal die Einsatzfahrzeuge in der lautesten Sirenenfrequenz durch die Innenstadt fahren, (...) erstatten wir (...) Anzeige wegen Körperverletzung."

Außerdem sollten "die Wilden" doch bitte noch einmal in Dienstbesprechungen auf den Einsatz der Martinshörner geschult werden.

Der Wut-Brief endet mit diesen Worten:

"Wir werden nach wie vor, soweit es uns möglich ist, diese Fahrten in der Innenstadt in Bild und Ton festhalten. Wir hoffen auf Ihre Mitarbeit und verbeiben

freundlich grüßend

die kranken Anwohner"

Heute auch spannend:

Das Echo auf den Post der Feuerwehr ist groß:

Auf Facebook wurde der Beitrag inzwischen über 2200 Mal kommentiert und über 1200 Mal geteilt. Verstehen kann die Beschwerde niemand.

Eine Nutzerin schreibt:

"Da fehlen einem echt die Worte! Aufmunternde Grüße an alle 'wilden' Feuerwehrleute! 🤦‍♀️🤦‍♀️🤷‍♀️🤷‍♀️"

Ein anderer User kommentiert:

"Sehr geehrter Verfasser dieser E-Mail. Ich hoffe, dass es Ihnen immer gut geht und es nie bei Ihnen zu einem 'Zwischenfall' kommt, wo Sie oder Ihre Angehörigen oder Ihre Mitbewohner oder Nachbarn die Hilfe der Feuerwehr oder des Rettungsdienstes benötigen. Sollte es doch so sein, dann werden Sie nichts lieber sehen oder hören als das Blaulicht und das dazugehörige Martinshorn der Rettungskräfte, die allen dann den Allerwertesten retten und das teilweise freiwillig und in der Freizeit. Beste Grüße von einem ehrenamtlichen Feuerwehrmann aus Ratingen

Hier der ganze Wut-Brief an die Feuerwehr zum nachlesen:

Doch dabei blieb es nicht...

Wie der Feuerwehrchef Matthias Mausbach am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte, kam am Wochenende noch eine zweite E-Mail mit ähnlichem Wortlaut, ebenfalls unterschrieben mit "Anwohner". Die wurde aber von einem namentlichen Account gesendet. Ob die beiden Schreiben im Zusammenhang stehen, konnte der Feuerwehrchef nicht sagen.

(hd/dpa)

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