Deutschland
Leader of the Free Democratic Party (FDP) Christian Lindner answers questions during a Reuters interview in Berlin, Germany, February 11, 2019.    REUTERS/Joachim Herrmann

Kein Fan von streikenden Schülern: FDP-Chef Christian Lindner. Bild: reuters

"Schulschwänzen nicht heilig sprechen" – Lindner schießt wieder gegen #FridaysForFuture

Und er hat nochmal nachgelegt: FDP-Chef Christian Lindner hat in einem Interview mit dem Berliner "Tagesspiegel" seine Kritik an der #FridaysForFuture-Bewegung erneuert.

Im Interview mit dem "Tagesspiegel" erneuerte Christian Lindner seine Kritik an den streikenden Schülern erneuert: "Politisches Engagement von Heranwachsenden ist großartig. Aber das bitte außerhalb der Schulzeit. Gerade weil ich junge Menschen ernst nehme, erlaube ich mir diesen Widerspruch."

Im politischen Berlin wird der Unterrichtsausfall, der durch #FridaysForFuture entsteht, kontrovers diskutiert: Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte das Engagement der Schüler Anfang März in einer Videobotschaft lobend erwähnt.

Angesprochen auf Politiker, die sich hinter die streikenden Schüler stellen, erklärte Linder im Gespräch mit dem "Tagesspiegel": "Ich finde es schwach, wenn Spitzenpolitiker im Mainstream segeln."

Auch die CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte sich zuletzt am Samstag beim "Deutschlandtag" der Jungen Union kritisch geäußert: Sie fände es "überzeugender, wenn sie es nicht nur in der Schulzeit tun würden, sondern in der Freizeit."

Kramp-Karrenbauer erklärte, sie würde ihren (mittlerweile übrigens erwachsenen) Kindern keine Entschuldigung für die Teilnahme an Klimastreiks geschrieben. Bei der Jungen Union gab es dafür am Samstag Applaus.

Lindner hatte in einem Gespräch mit der "Bild" am vergangenen Sonntag in Richtung der streikenden Schüler erklärt, dass man Klimaschutz "den Profis überlassen" solle.

Die Klimastreik-Bewegung sieht das hingegen ganz anders – Lindner war auch am Freitag Thema auf den Klimastreik-Demos:

Um den Klimawandel zu stoppen, wolle Lindner die "Innovationskraft der Marktwirtschaft in den Dienst der Umwelt" stellen.

(pb)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Analyse

"Rechts. Deutsch. Radikal": So schonungslos reden Rechte vor der ProSieben-Kamera

Selten hat eine TV-Dokumentation so ein lautes öffentliches Echo verursacht wie "Rechts.Deutsch.Radikal." Gut zwei Stunden präsentierte ProSieben am Montagabend den Zuschauern die Ergebnisse von anderthalb Jahren Recherche, die Journalist Thilo Mischke und sein Team in unterschiedlichen Bereichen der rechtsradikalen Szene in Deutschland durchgeführt haben – von Neonazi-Konzerten bis in die Bundestagsfraktion der AfD.

Die Doku hat schon jetzt Folgen für die Politik in Berlin: Die AfD-Fraktion im …

Artikel lesen
Link zum Artikel