Ein Spezialeinsatzkommando (SEK) in Frankfurt. (Symbolbild)

SEK-Beamte im Einsatz. Bild: dpa / Boris Roessler

Generalbundesanwalt geht gegen islamistische Terrorzelle in NRW vor

Die Bundesanwaltschaft hat am Mittwochmorgen in Nordrhein-Westfalen vier terrorverdächtige Islamisten aus Tadschikistan festnehmen lassen.

Sie und ein fünfter bereits in Untersuchungshaft sitzender Mann sollen im Namen der Terrororganisation Islamischer Staat Anschläge in Deutschland geplant haben, wie die Deutsche Presse-Agentur in Karlsruhe erfuhr. Zuerst hatten RTL und "Der Spiegel" berichtet.

Ziel soll US-Militär gewesen sein

Die Gruppe wollte den Angaben zufolge Anschläge auf Einrichtungen des US-Militärs in Deutschland, aber auch auf Einzelpersonen verüben. So sei ein Islamkritiker als Mordopfer ausgespäht worden. Die Anschläge hätten noch nicht unmittelbar bevorgestanden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur in Karlsruhe. Die Männer hätten aber schon scharfe Schusswaffen gehabt. Einer von ihnen habe außerdem bereits Anleitungen für den Bombenbau besorgt.

Die Festnahmen erfolgten in den Städten Essen, Neuss, Siegen und im Kreis Heinsberg. Alle fünf Männer im Alter zwischen 24 und 32 Jahren sollten im Laufe des Tages in Karlsruhe einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs (BGH) vorgeführt werden. Dieser entscheidet darüber, ob die Terrorverdächtigen in U-Haft kommen.

Verdächtige wollten offenbar in den Heiligen Krieg ziehen

Der fünfte Mann saß bereits seit März 2019 zunächst wegen anderer Vorwürfe in U-Haft. Wegen des Terrorverdachts hatte dann die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen gegen ihn übernommen. Die Anschlagspläne seien nach seiner Festnahme ins Stocken geraten.

Die Männer sollen sich im Januar 2019 dem IS angeschlossen haben. Ursprünglich sollen sie geplant haben, nach Tadschikistan in den Heiligen Krieg zu ziehen. Dann hätten sie ihre Pläne geändert.

(ll/pcl/dpa)

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