Deutschland
The new Thuringia State Premier Minister Thomas Kemmerich of Free Democratic Party (FDP) attends a news conference at the State Chancellery in Erfurt, Germany, February 6, 2020. REUTERS/Karina Hessland NO RESALES. NO ARCHIVES

Thüringens FDP-Chef Thomas Kemmerich. Bild: reuters / STRINGER

Kemmerich lässt Amt im FDP-Bundesvorstand ruhen

Nach seinem umstrittenen Auftritt bei einer Demonstration gegen Corona-Auflagen lässt Thüringens FDP-Chef Thomas Kemmerich seine Funktion im Bundesvorstand der Liberalen ruhen. Das teilte der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, Marco Buschmann, am Mittwoch nach einer Sondersitzung des Vorstands mit. Kemmerich, der an der Sitzung teilnahm, habe der FDP "schweren Schaden" zugefügt. In der Sitzung und auch am Tag zuvor in der FDP-Bundestagsfraktion habe es erhebliche Kritik gegeben.

Kemmerich – kurzzeitig auch thüringischer Ministerpräsident – bestätigte, dass er das Amt im Bundesvorstand bis zum Jahresende ruhen lassen wolle.

"Meine Beteiligung an der Demonstration am vergangenen Samstag in Gera war ein Fehler."

"Schon deshalb, weil es den politischen Gegnern meiner Partei jede Möglichkeit bot, die berechtigten Anliegen einer kritischen Prüfung der aktuellen Regierungspolitik in der Corona-Krise zu denunzieren und zu diffamieren."

Auf der Kundgebung in Gera hatten mehrere hundert Menschen gegen Auflagen zur Eindämmung des Coronavirus protestiert. Darunter waren auch Rechtsradikale. Kritik an Kemmerich gab es zudem, weil er ohne Maske unterwegs war und Abstandsregeln missachtete. Der FDP-Politiker war im Februar in die Schlagzeilen geraten, weil er auch mit Stimmen von AfD zum Thüringer Ministerpräsidenten gewählt wurde. Nach bundesweit heftigen Protesten trat er wenige Tage später zurück.

(lin/dpa)

Exklusiv

SPD-Influencerin Lilly Blaudszun: "Politik ist defintiv etwas anderes, als über Kosmetik oder Kleidung zu sprechen"

Sie gehört zu den prominentesten Gesichtern der SPD in den Sozialen Medien. Im Interview mit watson erklärt Lilly Blaudszun, wie sie zur SPD kam, was Bodo Ramelow bei ihr im Clubhouse-Talk macht und was jungen Menschen auf dem Land fehlt.

Lilly Blaudszun ist 19 Jahre alt und SPD-Mitglied. So weit, so unspektakulär. Aber die junge Jura-Studentin ist noch weit mehr als das: Sie ist so etwas wie die Chef-Influencerin ihrer Partei. Mit ihren Kanälen in den Sozialen Medien erreicht die Mecklenburg-Vorpommerin mehr als 50.000 Follower und hat damit mehr Reichweite als die meisten gestandenen SPD-Politiker.

Diese Reichweite könnte ihrer Partei nun im Superwahljahr 2021 helfen. Denn in Umfragen pendelt die SPD zwischen 15 bis 16 Prozent …

Artikel lesen
Link zum Artikel