Deutschland
dpatopbilder - 24.08.2020, Nordrhein-Westfalen, Dortmund: Jens Spahn, Bundesgesundheitsminister (CDU) zieht auf dem Weg zu einer Diskussionsveranstaltung der CDU-Dortmund zum Thema

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn trägt vorbidlich eine Maske. Bild: dpa / Bernd Thissen

Bei Wahlkampfauftritt wüst beschimpft – Spahn wehrt sich gegen Anfeindungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist einem Zeitungsbericht zufolge am Samstag bei einem Wahlkampfauftritt in Bergisch-Gladbach bespuckt worden. Der CDU-Politiker habe dies der "Rheinischen Post" bestätigt, berichtete die Zeitung vorab aus ihrer Montag-Ausgabe. Spahn sei bei dem Versuch, mit aufgebrachten Gegnern der Corona-Maßnahmen ins Gespräch zu kommen, auch wüst beschimpft worden.

Jetzt wehrt sich der Gesundheitsminister gegen die Anfeindungen. Im Interview mit RTL/ntv sagte er am Vormittag in Essen: "Ich verstehe, wenn es Ärger gibt, wenn es Frust und Nachfrage gibt, es ist ganz normal, dass es auch andere Ansichten gibt." Er ergänzte weiter:

"Ich erlebe, dass es durchaus auch Gegner der Corona-Politik gibt, aber auch Menschen, die einfach Sorge haben, weil sie im Alltag erleben, dass es um wirtschaftliche Existenzfragen geht oder Eltern, die sich sorgen wegen der Maskenpflicht im Unterricht. Das muss man unterscheiden."

Dialogbereitschaft ist wichtig

Der Minister betonte aber auch, dass Dialogbereitschaft eine Voraussetzung für die Auseinandersetzung sei. "Es geht ja nicht um absolute Wahrheiten, sondern es geht um das Abwägen von Sicherheit, Gesundheitsschutz. Dabei finde ich aber wichtig, miteinander zu reden, und sich nicht gegenseitig niederzuschreien. Das ist nicht die Form von Dialog, die weiterhilft. Wir sollten versuchen, immer wieder ins Gespräch zu kommen. Das Angebot mache ich und das bleibt. Aber zum Gespräch gehört die Bereitschaft auf beiden Seiten dazu."

Die Zeitung "Express" berichtete, Spahn sei am Samstag in der Kreisstadt in Nordrhein-Westfalen gewesen, um seinen Parteifreund Christian Buchen im Wahlkampf um das Bürgermeisteramt zu unterstützen.

(lin mit Material von reuters)

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