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Ramelow gab Höcke nicht die Hand. Mit dem Coronavirus hatte das nichts zu tun, wie er in einem Statement anschließend klar stellte. Bild: Screenshot Phoenix

Darum verweigerte Ramelow Höcke den Handschlag

Der Thüringer Linke-Politiker Bodo Ramelow hat nach seiner Vereidigung zum neuen Ministerpräsidenten dem AfD-Politiker Björn Höcke demonstrativ einen Handschlag verweigert. Ramelow und Höcke unterhielten sich im Plenarsaal kurze Zeit mit ernster Miene.

Dann sagte Ramelow im Plenum zur Begründung, Höcke habe sich nach der umstrittenen Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich Anfang Februar damit gebrüstet, dem Politiker eine "Falle" gestellt zu haben. Wer so über die Wahl eines Verfassungsorgans spreche, habe etwas zu klären. Für diese Anmerkung erhielt Ramelow zustimmendes Klopfen aus dem Plenarsaal.

Deutliche Worte Richtung AfD

Wörtlich sagte Ramelow zu seinem verweigerten Handschlag: "Das kann man als ungehobelte Manieren betrachten." Und weiter: "Aber erst, wenn ich erkennen kann, dass die Demokratie im Vordergrund steht, dann bin ich auch bereit, Ihnen die Hand zu geben", richtete Ramelow seine Worte an Höcke. "Aber erst dann, wenn Sie die Demokratie verteidigen. Und nicht, wenn Sie Demokratie mit Füßen treten."

Der 64-jährige Ramelow hatte am Mittwoch im Landtag in Erfurt im dritten Wahlgang die nötige einfache Mehrheit der Stimmen erzielt.

(pcl/ mit dpa)

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