Bild

Thomas Kemmerich wurde mit Stimmen der AfD zum Ministerpräsidenten gewählt. Bild: imago images / STAR-MEDIA

Thüringen: Thomas Kemmerich fällt altes Wahlplakat auf die Füße

Wahlplakate haben kurze Beine. Das spürt der frischgewählte FDP-Ministerpräsident Thomas Kemmerich gerade, wenn er Twitter aufruft.

Nachdem sich Kemmerich mit Hilfe der Stimmen der Höcke-AfD im Erfurter Landtag zum neuen Regierungschef wählen ließ, haben User dort ein Wahlplakat der FDP ausgegraben. Auf diesem werben Kemmerich und sein FDP-Landesverband mit – im Rückblick – arg zweifelhaften Slogans wirbt.

Auf einem Plakat warb Kemmerich mit dem Spruch: "Endlich eine Glatze, die in Geschichte aufgepasst hat". Der Slogan spielt auf die bevorzugte Frisur Rechtsextremer sowie deren Geschichtsverständnis an und soll humoristisch zum Ausdruck bringen, dass Kemmerich, der selbst eine Glatze hat, eine andere Haltung hat, als die AfD.

Gerade die Thüringer AfD um ihren Vorsitzenden, den Ultrarechtsaußen Björn Höcke, wird für ihre rechte Haltung immer wieder kritisiert. Nun wurde Kemmerich ausgerechnet mit Stimmen aus eben dieser Höcke-AfD zum Ministerpräsidenten gewählt, was seinen Wahlkampf-Wahlslogan nicht nur ein Stück weit ins Lächerliche zieht.

Das ist das Plakat, das Kemmerich gerade auf die Füße fällt:

Twitter-User posten das Plakat mit einer Mischung aus Häme und Entsetzen.

Hier eine kleine Auswahl der Reaktionen:

Der Vorwurf auf Twitter ist eindeutig: Hätte Kemmerich wirklich in Geschichte aufgepasst, dann hätte er eine Wahl mit Stimmen aus der AfD nicht akzeptieren dürfen.

(pcl)

Kubicki wird bei "Anne Will" laut: "Lügen Sie doch nicht einfach"

Die Wahl von Thomas Kemmerich zum thüringischen Ministerpräsidenten mit den Stimmen der AfD hält die deutsche Politik weiter auf Trab. Auch bei "Anne Will" ging es am Sonntagabend um das Debakel in Thüringen.

Dabei wurde auch nochmal deutlich, wer bei dem Drama um die Wahl von Kemmerich, der inzwischen zurückgetreten ist, eigentlich gewonnen hat. Jedenfalls nicht CDU, SPD, FDP, Grüne und Linke. Sondern die AfD, deren Vorsitzende Alice Weidel feixend in der ARD-Runde saß, wie eine Schülerin, …

Artikel lesen
Link zum Artikel