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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet muss sich wieder mal Kritik gefallen lassen. Bild: dpa / Federico Gambarini

Laschet löst mit TV-Interview beim WDR viel Empörung aus

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat es derzeit nicht leicht. Seine Umfragewerte sind im Keller, seine Ambitionen, den CDU-Parteivorsitz und damit voraussichtlich auch das Kanzleramt zu übernehmen, erscheinen im Moment ziemlich aussichtslos. Nun steht der nordrhein-westfälische Ministerpräsident erneut in der Kritik. Der Grund sind seine Aussagen darüber, wie mit dem Karneval in Zeiten der Corona-Pandemie umzugehen sein wird.

Ein coronabedingtes Verbot von Karnevalssitzungen ließ er dabei nämlich offen. Karneval sei für viele Menschen "auch ein Fest gegen die Obrigkeit", sagte Laschet am Samstagabend im WDR-Fernsehen. Und deshalb machten sie gerade das, "was der Staat nicht will."

"Wenn dann am 11.11. alle auf die Straße gehen und trotzdem feiern, ist es ganz schwer das durchzusetzen."

Hier das Video mit Laschets Aussagen:

Der Fairness halber muss erwähnt werden, dass es danach noch weiterging. Laschet betonte, man brauche einen Konsens mit den Karnevalisten. Am Ende werde es aber "eine klare Ansage des Landes geben", sagte der Ministerpräsident. Er verwies auf die Absage der Schützenfeste in NRW im Sommer. Damals hätten die Vereine die Landesregierung aufgefordert, die Veranstaltungen zu verbieten, damit sie nicht auf den Kosten für Festzelte und Verträge sitzen blieben.

"Das brauchen wir beim Karneval auch."

Viel Kritik an Laschets nachsichtiger Aussage

Diese Nachsicht mit den Karnevalisten kommt bei vielen Twitter-Usern nicht gut an, um es vorsichtig auszudrücken. Manche werfen ihm sogar vor, in das gleiche Horn zu stoßen wie die Corona-Leugner. Andere verweisen darauf, dass auch viele andere Dinge durchgesetzt werden, die sich genauso wenig Beliebtheit erfreuen wie ein Karnevalsverbot.

Derselbe Denkfehler wie Corona-Leugner?

"Der kann auf keinen Fall Kanzlerin!"

"Populismus, dein Name ist Laschet"

(om)

Neuer Plan der Bundesregierung: Corona-Impfung ab April beim Hausarzt

Die Bundesregierung arbeitet an einer Strategie, wie Impfstoff an die bundesweit rund 100.000 Arztpraxen verteilt werden kann. Die Bevölkerung soll dann künftig dort geimpft werden. Das erfuhr das Wirtschaftsmagazin „Business Insider“ aus Regierungskreisen. Damit sollen die bundesweit rund 400 Impfzentren schrittweise aufgelöst werden. Bereits ab April, wenn deutlich mehr Impfstoff vorhanden sein soll, könnten sich Impfwillige bei ihrem Hausarzt melden, so der Plan.

Über die Hausärzte wären …

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