Journalisten wählen nur links, zeigt dieses Diagramm – warum das falsch ist

Auf den ersten Seiten fast jedes Statistik-Buches wirst du den Satz finden: "Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast." Aus welchem Mund er stammt, ist unklar. Er wurde mal Winston Churchill zugeschrieben, der wollte aber nie etwas davon gewusst haben.

Egal, woher der Satz auch stammt: Ein guter Rat ist er allemal. Denn Wachsamkeit hilft, wenn andere versuchen, dich mit seriös aussehenden Diagrammen übers Ohr zu hauen.

Beispielsweise mit sowas:

Wir sehen ein wichtig ausschauendes Balkendiagramm. Es zeigt, welche Parteien Politikjournalisten am ehesten wählen würden. Und natürlich fällt der dicke grüne Balken auf. Auch die sozialdemokratischen und linken Balken kommen auf solide Anteile im Parteienvergleich.

Schlussfolgerung (vor allem in rechten Kreisen): Der Politikjournalismus sei linksgrünversifft. Kein Wunder, dass die alle so tendenziös berichten!

Nur gibt es da gleich mehrere Haken, wie die Bloggerin Susanne Günther sehr aufschlussreich erklärt:

Die Zahlen sind alt

Die Ergebnisse sind unvollständig abgebildet

Die "Quelle" gibt es gar nicht

Wir schließen uns Susanne Günther an: Nicht alles teilen. Und auch nicht alles glauben. Das Diagramm von oben hätte man übrigens schon entlarven können, in dem man die Prozentzahlen zusammengezählt und festgestellt hätte, dass sie nicht 100 Prozent ergeben. Vielleicht als Tipp fürs nächste Mal.

(sg)

Auch nicht echt, aber weniger ärgerlich:

Video: watson/watson.de

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