Demo gegen Gewalt 26.08.2018, Chemnitz, Demo Im Zusammenhang mit dem Chemnitzer Stadtfest hat es in der Nacht zum Sonntag eine Messerstecherei gegeben, bei der ein Mensch gestorben ist und zwei weitere Personen teils schwer verletzt wurden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Sonntagmittag mitteilten, war es kurz nach 03.00 Uhr auf der Brückenstraße zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Personen unterschiedlicher Nationalitäten gekommen. Dabei wurden drei Männer (33, 35 und 38 Jahre alt) offenbar mit Messern zum Teil schwer verletzt. Der 35-Jährige erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach den Tätern. Die Tatwaffe wurde offenbar später hinter einer Bühne auf der Brückenstraße gefunden. Das Stadtfest wurde am Nachmittag wegen des Vorfalls abgebrochen. Am Nachmittag kam es

Polizisten während der Ereignisse am 26. August 2018 in Chemnitz. Fand dort eine Hetzjagd statt? Bild: imago/HärtelPRESS

Neue Beweise für Hetzjagden in Chemnitz: Rechtsextreme haben sich per Chat verabredet

Gab es im August 2018 Hetzjagden in Chemnitz? Diese Frage wurde im vergangenen Jahr heiß debattiert. Vor allem der damalige Verfassungsschutzchef Hans-Georg Maaßen behauptete vehement, es gebe keine Belege für Hetzjagden auf Migranten.

Die "Süddeutsche Zeitung" stützt ihren Artikel auf einen vertraulichen Bericht des sächsischen Landeskriminalamtes. In Chats hätten rechtsextreme Demonstranten demnach selbst den Begriff "Jagd" verwendet – und das vor allem am 26. und 28. August, mehrere Tage, bevor die öffentliche Debatte über den Begriff der "Hetzjagd" startete.

Am 26. August, einen Tag nach der tödlichen Messerattacke auf den 35-jährigen Daniel H. am Rande eines Stadtfestes, fanden die ersten Proteste in Chemnitz statt. Sie wurden schnell gewaltsam, Demonstranten griffen Polizisten, Flüchtlinge und Migranten an.

Mehrere Rechtsextreme hätten in den Chatnachrichten an diesem Tag von Gewalttaten gegen Migranten berichtet, heißt es im Bericht der "Süddeutschen Zeitung".

Beschreibung der "Hetzjagd" kursierte bei Whatsapp

Eine ähnliche Äußerung kursierte im August 2018 bereits als Whatsapp-Sprachnachricht in Chemnitz. watson war die Nachricht damals zugespielt worden. Darin berichtet ein Mann, der offenbar an der gewalttätigen Demonstration am 26. August teilgenommen hatte, von Gewalttaten. Er sagt unter anderem: "Du hast da nur noch Kanaken rumliegen sehen, die blutverschmiert mir entgegen kamen."

Der Mann sagt darin: "Das Zentrum war in fünf Minuten gesäubert."

Video: watson/Felix Huesmann, Lia Haubner

(fh)

So sah die Demo am zweiten Protesttag am 27. August 2018 aus:

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Seit ihrer Gründung vor sechs Jahren ist die AfD immer weiter nach rechts gerückt. Von Lucke zu Petry zu Gauland. Von der Anti-Euro-Partei zur Anti-Flüchtlingspartei. Antisemitismus-Skandale folgten auf Reden im Nazi-Duktus. Rassistische Ausfälle von Politikern der Partei sind mittlerweile mehr die Regel als die Ausnahme. Als Rechtsextremisten oder gar Neonazis wollen sich AfD-Politiker allerdings nicht bezeichnen lassen.

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