Dieser Oberbürgermeister tritt aus Frust aus der SPD aus

Aus Unzufriedenheit über die SPD ist der Oberbürgermeister von Freiberg in Sachsen, Sven Krüger, aus der Partei ausgetreten. Er sei lange stolz darauf gewesen, einer Partei anzugehören, "die oft Haltung bewiesen und sich für die Menschen in unserem Land eingesetzt hat", erklärte er am Donnerstag bei Facebook. "Es gibt diese SPD nicht mehr." Deshalb habe er die Partei verlassen.

Hier ist Krügers komplettes Statement:

Er wolle künftig als parteiloser Oberbürgermeister die Geschicke der sächsischen 42.000-Einwohner-Stadt im Landkreis Mittelsachsen leiten, erklärte Krüger. Nach dem historisch schlechten Bundestagswahlergebnis der SPD im vorigen Jahr sei in der Partei von einem Neuanfang gesprochen werden, bei dem Menschen und Mitglieder gehört werden sollten. Davon sei nichts zu sehen.

"Leider muss ich feststellen, dass fast nichts von dem auch nur ansatzweise umgesetzt wurde – schaut man diese Tage nach Berlin, drückt das Wort 'Fremdschämen' nicht einmal ansatzweise aus, was ich derzeit empfinde", teilte der 44-Jährige weiter mit. Er ist seit 2015 Oberbürgermeister der Stadt in der Nähe von Dresden.

(sg/afp/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

So reagieren muslimische und jüdische Gemeinschaften auf den Wahlerfolg der AfD

Es ist jetzt zwei Tage her, dass der blaue Balken der AfD bei den Wahlen in Sachsen und Brandenburg in die Höhe geschossen ist. Die in großen Teilen rechtsradikale Partei ist in diesen Bundesländern jetzt zweitstärkste Kraft. Auch die Verbände der unterschiedlichen Gemeinschaften melden sich jetzt mit ihren Befürchtungen zu Wort:

Die erste laute Stimme, die durch die Welle der Wahlberichterstattung brach, war sicherlich die der ehemaligen Präsidentin des Zentralrats der Juden, Charlotte …

Artikel lesen
Link zum Artikel