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Google's Alexander Hunter gives a demonstration of the Nest Hub Max at the Google I/O conference in Mountain View, Calif., Tuesday, May 7, 2019. (AP Photo/Jeff Chiu)

In Deutschland wird Nest Hub Max bis auf Weiteres nicht erhältlich sein. Bild: AP

Google setzt auf Gesichtserkennung – bei dir zu Hause 😳

Google setzt als erster Tech-Konzern Gesichtserkennung im vernetzten Zuhause ein und riskiert damit neue Kritik von Datenschützern. Der Internet-Konzern hat am Dienstagabend einen smarten Lautsprecher mit 10-Zoll-Display und Kamera vorgestellt, der die Anzeige daran anpassen kann, wer gerade vor ihm steht.

Alle Informationen zur Gesichtserkennung würden dabei ausschließlich auf dem Gerät verarbeitet und gingen zu keinem Zeitpunkt ins Netz, betonte Googles Hardware-Chef Rick Osterloh zum Auftakt der Entwicklerkonferenz Google I/O am Dienstag.

Das "smarte Display" mit dem Namen Google Nest Hub Maxsoll zunächst nur in den USA, Großbritannien und Kanada auf den Markt kommen und 229 Dollar (rund 258 Euro) kosten.

"Auf den Einbau einer Kamera hatte man bewusst verzichtet, weil man annahm, dass es den Kunden nicht wohl dabei sein könnte, potenziell ständig beobachtet zu werden. Umso mehr verwundert es, dass mit dem Google Nest Hub Max jetzt eine grössere Variante mit 10-Zoll-Display und Kamera präsentiert wurde. Die Kamera taugt einerseits – das ist offensichtlich – für Videochats. Andererseits kann man sie dank eines Bewegungssensors auch zur Überwachung von Innenräumen verwenden. Wehe dem, der sich da nicht beobachtet fühlt."

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Google verspricht durch die automatische Personalisierung dank Gesichtserkennung einen höheren Nutzen. Zugleich stehen Datenschützer vor allem in Europa Gesichtserkennung generell sehr skeptisch gegenüber.

Google betonte, die Funktion werde standardmäßig ausgeschaltet sein und von den Nutzern erst aktiviert werden müssen. Den Sorgen entgegentreten will der Konzern auch mit einem Datenschutz-Versprechen für das vernetzte Zuhause: Man werde stets klar angeben, welche Daten wofür erhoben werden, heißt es darin unter anderem. Und Google werde persönliche Informationen nie an irgendjemanden verkaufen.

Zum Auftakt der Entwicklerkonferenz in einem Freilicht-Amphitheater in der Nähe der Firmen-Zentrale in Mountain View ließen Google-Kritiker ein kleines Flugzeug mit einem Protest-Banner über der Veranstaltung kreisen. Darauf stand: "Google-Kontrolle ist nicht Privatsphäre" zusammen mit dem Hashtag "Rettet lokale Nachrichten". Das Dröhnen des Flugzeugmotors ließ die Teilnehmer immer wieder in den Himmel blicken.

(dsc/dpa)

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