Germany Chancellor Angela Merkel and Turkey President Recep Tayyip Erdogan attend opening ceremony of new campus of Turkish-German University in Beykoz City, Istanbul. 16637695

Na, wenn das kein besonderes Geschenk ist. Bild: imago images / Depo Photos

Merkel bekommt von Erdogan einen Spiegel – Twitter reagiert großartig

Es war wahrscheinlich ein freundlich gemeinter Annäherungsversuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, als er Angela Merkel am Freitag in Istanbul einen Spiegel zum Geschenk machte. Jedenfalls hatte die Kanzlerin offensichtlich ihre Freude dabei.

Merkel besuchte den türkischen Präsidenten, um über den Flüchtlingsdeal zwischen der Türkei und der EU zu reden. Am Freitag war die Kanzlerin aber auch Gast bei der Eröffnung des Campus der Türkisch-Deutschen Universität in Istanbul. Hier bekam sie den Spiegel überreicht.

Merkel lächelte und hob das Geschenk vorsichtig aus seiner Schatulle, während Erdogan klatschte. Auf Twitter konnte man diesem Lächeln einige Situationskomik abgewinnen.

Ähh...Danke für die Socken:

Der ist aber nicht so aerodynamisch:

Vielleicht hat er's gar nicht so böse gemeint wie sonst:

Geschenke sollen ja im Allgemeinen die zwischenmenschliche Beziehung widerspiegeln. Hier bietet die Auswahl des Geschenkes jedoch viel Raum für Interpretationen.

Gegründet wurde die Türkisch-Deutsche Universität (TDU) übrigens bereits 2008 auf Basis eines bilateralen Regierungsabkommens. Die TDU ist eine staatliche Einrichtung, in einem Konsortium beteiligt sind aber auch 38 deutsche Hochschulen.

Merkel nutzte ihre Rede auf dem Campus für eine Mahnung: "Je größer die wissenschaftliche Freiheit ist, desto größer ist auch der wissenschaftliche Ertrag." Noch immer sind nach dem Putschversuch 2016 tausende türkische Wissenschaftler aus ihren Universitäten ausgeschlossen. Viele flohen auch nach Deutschland.

(joey)

Ein Foto, 4 Perspektiven – das G7-Bild von Merkel und Trump

Ein Bild geht um die Welt: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel lehnt sich beim G7-Gipfel in Kanada weit über den Tisch. Vor ihr, defensiv und sitzend mit verschränkten Armen, US-Präsident Donald Trump.

Die Botschaft: Merkel gibt den Ton vor, dominiert die Männerriege der mächtigsten Nationen der Welt.

Das Problem: Das Bild wurde bearbeitet und von Steffen Seibert, dem Sprecher der Bundesregierung, verbreitet.

Natürlich haben auch die anderen Teilnehmer der Sitzung einen Pressesprecher. Der …

Artikel lesen
Link zum Artikel