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Eine Frau in Peking trägt Mundschutz, eine Taucherbrille und Plastikhandschuhe, um sich vor einer Infektion mit dem Coronavirus zu schützen. Bild: imago images / ZUMA Press

Coronavirus: Zahl der Toten in China steigt auf über 1000

Das neuartige Coronavirus hat in China schon mehr als 1000 Menschen das Leben gekostet.

Xi spricht von einer "sehr ernsten Situation"

Unterdessen sprach Chinas Präsident Xi Jinping am Montag von einer weiterhin "sehr ernsten" Situation, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. China werde aber im Kampf gegen die Epidemie "mit Sicherheit einen vollen Sieg erringen".

Xi Jinping machte die Bemerkungen bei einem seiner ersten öffentlichen Auftritte seit Ausbruch der Krankheit. Staatsmedien zeigte den Präsidenten beim Besuch einer Wohnanlage und eines Krankenhauses in Peking, bei dem er einen weißen Kittel und Mundschutz trug. Der Parteichef forderte laut Xinhua, die Auswirkungen der Epidemie auf die Wirtschaft zu minimieren. Massenentlassungen sollten vermieden werden. Die Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie auf die Wirtschaft seien "nur von kurzer Dauer".

200210 -- BEIJING, Feb. 10, 2020 -- Chinese President Xi Jinping, also general secretary of the Communist Party of China CPC Central Committee and chairman of the Central Military Commission, checks the treatment of hospitalized patients at the monitoring center and talks to medical staff on duty via a video link at Beijing Ditan Hospital in Beijing, capital of China, on Feb. 10, 2020. Xi on Monday inspected the novel coronavirus pneumonia prevention and control work in Beijing.  CHINA-BEIJING-XI JINPING-CORONAVIRUS CONTROL-INSPECTION CN XiexHuanchi PUBLICATIONxNOTxINxCHN

Xi Jinping bei seinem Auftritt. Bild: imago images / Xinhua

Experten-Gipfel der WHO am Dienstag und Mittwoch

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) richtet am Dienstag und Mittwoch einen Expertengipfel zum Coronavirus aus. Die WHO erhofft sich so einen schnellen und fundierten Austausch der bisherigen Erkenntnisse zu der mysteriösen Lungenkrankheit. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte, dass bei der Konferenz die Wissenschaft im Fokus stehen soll. Eine Politisierung der Veranstaltung lehnte er ab. "Lassen Sie uns auf diesen allgemeinen Feind der Menschheit konzentrieren", sagte Tedros am Montag in Genf.

Die weltweit führenden Fachleute wollen sich in den zwei Tagen unter anderem mit Therapien, der möglichen Quelle des Virus und seiner Übertragbarkeit befassen. Auch mögliche Impfungen sollen thematisiert werden.

Die WHO betonte in ihren täglichen Pressekonferenzen zum Virus zuletzt, dass rund 80 Prozent der Fälle einen milden Verlauf nähmen. Dennoch sei es gerade jetzt wichtig, das Virus energisch zu bekämpfen. "Wir sollten als ein Menschengeschlecht hart daran arbeiten, dieses Feuer zu bekämpfen, bevor es außer Kontrolle gerät", sagte Tedros.

Außerhalb Chinas sind bislang mehr als 300 Infektionen nachgewiesen worden, davon 14 in Deutschland.

(ll/dpa)

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