11.11.2020, Polen, Warschau: Ein Teilnehmer des Unabhängigkeitsmarschs steht vor einer Gruppe Polizisten. Trotz eines Verbots sind Tausende polnische Nationalisten und Rechtsradikale durch die Stadt gezogen. Foto: Grzegorz Banaszak/ZUMA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Beim Unabhängigkeitsmarsch kam es in Warschau zu Zusammenstößen zwischen der Polizei und rechten Hooligans. Bild: ZUMA Wire / Grzegorz Banaszak

Mehr als 30 Festnahmen nach nationalistischen Krawallen in Warschau

Nach Ausschreitungen von Nationalisten und Rechtsradikalen beim verbotenen sogenannten Unabhängigkeitsmarsch in Warschau hat die Polizei 36 Personen festgenommen. Die Beamten hätten auch eine Schusswaffe und Pyrotechnik sichergestellt, sagte ein Sprecher der Polizei am Donnerstag in Warschau. Bei den Auseinandersetzungen mit den Demonstranten seien 35 Polizisten verletzt worden, drei von ihnen müssten weiterhin im Krankenhaus behandelt werden. "Wir hatten es mit einer Schlacht zu tun." Bei einem Großteil der Randalierer habe es sich um gewaltbereite Fußball-Hooligans gehandelt.

Am Mittwoch waren Tausende polnische Nationalisten und Rechtsradikale durch die Warschauer Innenstadt gezogen. Fernsehaufnahmen zeigten, wie Demonstranten Barrieren umwarfen und Steine und Feuerwerkskörper gegen die Polizisten schleuderten. Eine Wohnung an der Marschroute ging in Flammen auf – die Feuerwehr vermutete, dass der Brand von Pyrotechnik ausgelöst worden war.

11.11.2020, Polen, Warschau: Menschen nehmen mit Fahnen am Unabhängigkeitsmarsch teil. Trotz eines Verbots sind Tausende polnische Nationalisten und Rechtsradikale durch die Stadt gezogen. Foto: Grzegorz Banaszak/ZUMA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Trotz eines Verbots sind Tausende polnische Nationalisten und Rechtsradikale durch die Stadt gezogen. Bild: ZUMA Wire / Grzegorz Banaszak

Wegen der Corona-Pandemie hatte Warschaus Oberbürgermeister Rafal Trzaskowski den Marsch verboten, zu dem rechte Organisationen für den polnischen Nationalfeiertag aufgerufen hatten. In Polen sind derzeit Versammlungen nur mit maximal fünf Personen erlaubt.

(lau/dpa)

Deutsche Hilfe in Portugal dringend nötig: "Lage absolut dramatisch"

Die 26 Ärzte und Pfleger der Bundeswehr, die ab Mittwoch das strauchelnde Hochrisikoland Portugal im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützen, bekommen einen warmen Empfang. Der Europaabgeordnete Paulo Rangel sprach von einem "Beispiel europäischer Solidarität". Auch Österreich und Spanien wollen helfen, aber "Die Deutschen sind die ersten", titelte das Renommierblatt "Público" anerkennend. Leser der Zeitung schrieben, sie seien bewegt und dankbar ob der Hilfe aus Berlin. "In …

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