International
Bild

Japan bestätigt ersten offiziellen Strahlentoten von Fukushima

Sieben Jahre nach dem Reaktorunfall von Fukushima hat die japanische Regierung erstmals offiziell den Tod eines Strahlenkranken bestätigt. Das berichtete die Zeitung "The Mainichi".

Wie das japanische Arbeitsministerium jetzt bestätigte, habe sie die Strahlenkrankheit eines männlichen Arbeiters offiziell anerkannt. Der Mann, laut Behördenmitteilung Mitte 50, war langjähriger Mitarbeiter des Atommeilers.

Nach dem Reaktorunfall im März 2011 sei er zwei Mal bei Bergungsarbeiten eingesetzt und dabei einer Strahlenbelastung von 34 Milisievert ausgesetzt gewesen. Er war vor zwei Jahren an Lungenkrebs erkrankt und ist jetzt gestorben. Die Behörden stufen seinen Tod offiziell als Strahlentod ein. 

Der Reaktorunfall von Fukushima gilt als eine der schwersten Atomkatastrophen. Nachdem ein Tsunami eine Kernschmelze ausgelöst hatte, bei der Flutkatastrophe starben rund 18.500 Menschen. Rund 160.000 Menschen mussten das Gebiet um den Atommeiler verlassen. 

Nach dem Unfall war die japanische Regierung und der Betreiber Tepco wegen ihres Krisenmanagements heftig in die Kritik geraten. In Deutschland nahm Kanzlerin Angela Merkel den Unfall zum Anlass, um den endgültigen Ausstieg Deutschlands aus der Atomkraft zu besiegeln.

(per)

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • josh89 06.09.2018 08:45
    Highlight Highlight "Nachdem ein Tsunami eine Kernschmelze ausgelöst hatte, starben rund 18.500 Menschen."

    Das ist meiner Meinung nach falsch oder zumindest sehr unglücklich formuliert. Es starben doch 18.500 Menschen durch den Tsunami an sich und nicht auf Grund der Kernschmelze?

Nagasaki gedenkt dem Atombombenabwurf vor 75 Jahren

Mit einem neuerlichen Appell zur Abschaffung aller Atomwaffen in der Welt hat die japanische Stadt Nagasaki der Opfer des Atombombenabwurfs vor 75 Jahren gedacht. Angesichts der Sorgen vor einem neuen atomaren Wettrüsten forderte Nagasakis Bürgermeister Tomihisa Taue am Sonntag bei einer Gedenkzeremonie wie schon im Vorjahr die rechtskonservative Regierung seines eigenen Landes auf, einem UN-Vertrag zum Verbot von Atomwaffen von 2017 beizutreten. Dies hatte drei Tage zuvor schon sein …

Artikel lesen
Link zum Artikel