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February 12, 2017 - Jupiter, Florida, United States Of America - JUPITER, FL - FEBRUARY 11: (EXCLUSIVE COVERAGE) - NY DALLIES OUT- FRANCE OUT - US President Donald Trump and Japan s Prime Minister Shinzo Abe enjoy playing golf in Florida After reportedly hitting it off in the Oval Office, President Donald Trump and his Japanese counterpart Shinzo Abe teed off on the golf course and discussed US-Asia engagement. on February 11, 2017 in Jupiter, Florida...People: Donald Trump Jupiter United States Of America PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAs214 20170212_zaa_s214_003 Copyright: xSMGx

Hole-in-one! Alles andere wären Fake News! Bild: imago stock&people

Cheater in Chief: Wie Donald Trump Golf spielt, entlarvt seinen Charakter

Anhörungen im US-Kongress sollen kriminelle Handlungen des Präsidenten zutage fördern. Seinen Charakter enthüllt jedoch die Art und Weise, wie er Golf spielt.

Philipp Löpfe / watson.ch

Washington steht einmal mehr vor turbulenten Tagen. Das Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten, das offiziell noch keines ist, nimmt Fahrt auf: Öffentliche Anhörungen sollen aufzeigen, wie Donald Trump versucht hat, die Arbeit des Sonderermittlers Robert Mueller zu behindern.

Der ehemalige Sicherheitsberater Michael Flynn soll endlich erfahren, wie hoch seine Strafe dafür ist, dass er das FBI angelogen hat. Und Richter werden demnächst entscheiden, ob Banken und Treuhandfirmen die Unterlagen über Trumps Geschäftsgebaren herausrücken müssen oder nicht.

All diese Verfahren sind gespickt mit juristischen Feinheiten, die für den Laien unverständlich bleiben. Wer mehr über Trumps Charakter erfahren will, schaut sich daher am besten weder in den Hallen des Kongresses noch in Gerichtssälen um, sondern auf dem Golfplatz.

"Golf ist ein Spiel mit einem Gewissen."

Ben Crenshaw

Ein Insider berichtet über den Golfer Trump

Der Sportjournalist und Golfspezialist Rick Reilly hat ein amüsantes und aufschlussreiches Buch über Trump und Golf geschrieben.

Mehr als jeder andere Sport ist Golf ein Charaktertest. "Was ich an Golf unter anderem liebe, ist die Tatsache, dass jeder sein eigener Schiedsrichter ist", stellt Reilly fest. "Jeder Spieler macht selbst auf seine Fouls aufmerksam. Integrität ist daher ins Spiel eingebaut. Wie Ben Crenshaw (ein berühmter US-Golf-Profi, Anm.) zu sagen pflegt: 'Golf ist ein Spiel mit einem Gewissen.'"

Bild

Bild: ap/hachette books

Golf ist jedoch auch ein Spiel, das für einen Mann wie Trump wie geschaffen ist. Nicht nur als Spieler. "Kein anderer Präsident war je so mit dem Golf verbunden", schreibt Reilly. "Trump spielt nicht nur Golf, er baut Golfplätze, kauft sie, besitzt sie, verwaltet sie, geht vor Gericht wegen ihnen, lügt über sie und prahlt mit ihnen."

Weil Trump weder Scham kennt, noch ein Gewissen hat, kann er das Spiel ohne Schiedsrichter nach Belieben zu seinen Gunsten manipulieren. Und er tut dies auch, systematisch und regelmäßig.

So trickst und betrügt Donald Trump

Bei den Caddys hat er den Spitznamen "Pele" erhalten, weil er Bälle, die nicht auf dem Rasen, sondern im Unterholz gelandet sind, mit dem Fuß dorthin kickt, wo er sie haben möchte. Für wahre Golf-Gentlemen ist das ein absolutes No-Go.

"Seinen Golfcart auf das Green zu steuern, ist wie seine dreckige Unterwäsche in der Sixtinischen Kapelle aufzuhängen."

Rick Reilly

Reilly zählt drei betrügerische Tricks auf, die Trump verwendet.

Dabei hätte Trump das Betrügen gar nicht nötig...

Laut Einschätzungen der Golf-Profis hätte er ohne Tricks ein Handicap von ungefähr 9, ein beachtlicher Wert für einen über 70-jährigen Mann. Er besteht jedoch auf einem Handicap von 2,8, einem Wert, den in der Regel nur Profis erreichen und der regelmäßiges Training erfordert. Trump trainiert nie.

Trump läuft auch nie, sondern bewegt sich ausschließlich mit dem Golfcart. Er fährt damit sogar auf das Green. Eine Todsünde. "Seinen Golfcart auf das Green zu steuern, ist wie seine dreckige Unterwäsche in der Sixtinischen Kapelle aufzuhängen", schreibt Reilly.

Trump in Japan U.S. President Donald Trump (front L) sits next to Japanese Prime Minister Shinzo Abe in a golf cart at Mobara Country Club in Chiba Prefecture, near Tokyo, on May 26, 2019. The two leaders played their fifth round of golf together since Trump took office in 2017. PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxHUNxONLY

Bild: www.imago-images.de

Trump besitzt insgesamt 17 Golfanlagen. Er lässt sie jeweils mit kitschigen und übergroßen Wasserfällen aufmotzen und zählt sie zu den schönsten der Welt. Die Realität sieht anders aus. "Im Golf Digest 2019–2020, der Bibel aller Golf Rankings, ist kein einziger seiner Golfplätze unter den Top 100 zu finden", stellt Reilly fest.

Trump erklärt auch, er habe 18 Club-Meisterschaften gewonnen. Das beinahe so absurd wie die Behauptung von Nordkoreas Kim Jong Il, dem Vater des aktuellen Diktators Kim Jong-un, er habe in einer einzigen Runde elf "Hole-in-one" geschlagen. Wie kam Trump zu seinen mirakulösen Taten? Als Besitzer durfte Trump jeweils die erste Runde alleine spielen. Er hat dies kurzerhand als Meisterschaft deklariert.

So teuer ist Trumps Hobby

Der Präsident ist nicht nur der "oberkommandierende Betrüger", wie ihn Reilly nennt. Wenn er den Golfschläger schwingt, wird es für den Steuerzahler richtig teuer. Die Kosten für sein Golfspielen belaufen sich bis dato auf 106 Millionen US-Dollar.

Die Kosten läppern sich dabei wie folgt zusammen: Rund sechzig Geheimagenten und sechs Sicherheitsspezialisten sind anwesend. Sie bewachen nicht nur den Präsidenten, sondern auch den "nuklearen Football", das Gerät, das einen Atomkrieg auslösen kann. Der stellvertretende Stabschef ist genauso auf dem Platz wie ein Arzt, der regelmäßig den Blutdruck des Präsidenten kontrolliert.

Dazu kommen Kommunikationsfachleute, ein tragbarer Zivilschutzkeller und jede Menge Gasmasken, Maschinengewehre und andere Waffen. Das ist noch nicht alles. Der Golfprofi Mark Calcavecchia, der einmal eine Runde mit Trump gespielt hat, erzählt: "Vor dem Clubhaus war ein Feuerwehrauto, eine Ambulanz, zehn schwarze SUVs, Polizeiautos, Hunde, einfach alles."

Trump wäre nicht Trump, wenn er dabei nicht noch auf Kosten der Steuerzahler profitieren würde. Bei seinem Trip an die Feierlichkeiten des D-Days übernachteten er und sein Tross auf Doonbeg, seinem Golfresort in Irland. Dafür stellte er dem Staat eine Rechnung in der Höhe von 3,6 Millionen Dollar.

Wir friedlich Trump und Kim auch sein könnten

Trumps Twitter-Tiraden: So begann @realdonaldtrump

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