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Bild: RTL 2

Alleinerziehende Hartz-IV-Empfängerin will Erzieherin werden, doch es kommt anders

Sarah, 23, ist alleinerziehende Mutter in Pirmasens. Bekannt ist die Kleinstadt vor allem wegen ihrer hohen Arbeitslosenquote – mit 11,6 Prozent liegt sie weit über dem Durchschnitt in Deutschland.

Auch Sarah ist arbeitslos und lebt von Hartz IV. Das will sie allerdings ändern: Die Realschulabsolventin will nämlich eine Ausbildung zur Erzieherin machen und versucht mit allen Mitteln, dem Leben auf Staatskosten zu entfliehen.

Begleitet wird sie dabei vom Kamerateam von "Hartz und herzlich", der Armutsshow von RTL 2. Vier Monate lang hat die Sendung die Protagonistin begleitet – im Fokus der Show soll vor allem der soziale Zusammenhalt von Menschen stehen, die vom Existenzminimum leben müssen.

Alleinerziehend und Hartz IV: ein Teufelskreis

An Sarahs Fall, der in der letzten Folge gezeigt wurde, zeigen sich mehrere strukturelle Probleme, die oftmals in die Armut und finanzielle Abhängigkeit vom Staat führen:

So leiden gerade alleinerziehende Mütter an einem besonders hohen Armutsrisiko: Die Armutsgefährdungsquote lag 2016 bei 33 Prozent. im Jahr 2017 waren 27 Prozent der alleinerziehenden Mütter mit mindestens einem minderjährigen Kind ohne eine Beschäftigung.

Auch die Tatsache, dass Sarah keinen Berufsabschluss hat, birgt ein weiteres Risiko, in Armut leben zu müssen.

Mithilfe des Jobcenters findet Sarah eine Ausbildungsstelle

Dennoch versucht Sarah, dem Leben in Hartz IV zu entfliehen: Mithilfe der Maßnahmen im Jobcenter übt sie, Bewerbungen zu schreiben und bekommt schließlich eine Ausbildungsstelle zur Erzieherin.

"Ich brauch definitiv keinen Bonzenscheiß."

Dabei geht es Sarah gar nicht darum, das große Geld zu verdienen, die junge Mutter strebt keinen Luxus an: "Ich brauch definitiv keinen Bonzenscheiß", sagt sie in der Sendung. Sie möchte einfach nur für sich selbst und ihre kleine Tochter sorgen können.

Die Überraschung: Sarah muss Hartz-IV-Empfängerin bleiben

Am Ende wird Sarah allerdings ein Strich durch die Rechnung gemacht: Nur wenige Monate, nachdem sie ihre Ausbildung angefangen hat, wird sie erneut schwanger. Einen festen Partner hat Sarah aktuell nicht. Sie wird also weiterhin alleinerziehend bleiben – und deswegen auch Hartz-IV-Empfängerin. Denn ihre Ausbildung wird sie vorerst wieder auf Eis legen müssen.

"Es ist, wie es ist jetzt", sagt Sarah. "Man wird sehen, was die Zeit bringt."

Es bleibt zu hoffen, dass Sarah mit ihrer kleinen Familie glücklich wird und sich irgendwann ihren Traum erfüllen wird, Erzieherin zu werden.

(ak)

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Sandra (Name von der Redaktion geändert) ist 41 Jahre alt und alleinerziehende Mutter eines sechsjährigen Sohnes, der chronisch krank ist. Im Mai 2015 bekam sie die Diagnose Krebs, seitdem lebt sie von Hartz IV. Aus gesundheitlichen Gründen kann Sandra nicht mehr arbeiten gehen – und wird es wohl auch nie mehr können. Zuvor hat sie als Schreibkraft in einem Büro gearbeitet und war in Elternzeit. Ihre Krebsdiagnose erhielt Sandra, als sie gerade einmal drei Wochen wieder gearbeitet hatte.

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