Leben
Baby with flu looking surprised

Manche Babys haben 2019 sehr ungewöhnliche Vornamen bekommen. Bild: Getty Images

Beliebte Babynamen 2019: Greta ist nicht dabei – dafür sind diese kuriosen Namen im Kommen

Ob Chantal oder Viktoria, Kevin oder Korbinian: Wie Eltern ihre Kinder nennen, sagt eine ganze Menge über sie aus. Die beliebtesten Vornamen in Deutschland zeigen, dass die meisten frisch gebackenen Eltern es eher bodenständig, kurz und klassisch mögen.

Das zeigt zumindest die Prognose, die die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) am Mittwochvormittag veröffentlicht hat.

Die beliebtesten Baby-Vornamen wiederholen sich jährlich: Greta ist nicht dabei!

Laut der Prognose der GfdS sind Mädchennamen mit E und M wieder das A und O – ähnlich wie schon 2018. Mit am beliebtesten sind Vornamen wie Emma, Emilia und Elisabeth. Aber auch Marie, Mia und Mathilda gehören zu den Anführerinnen – dicht gefolgt von L-Namen: Willst du also, dass dein Kind mit seinem Vornamen heraussticht, solltest du Lia, Lena und Lara meiden.

Obwohl die Aktivistin Greta Thunberg in aller Munde ist, hält sie aktuell noch nicht als Namenspatin her, wie manch einer vielleicht erwartet hätte. Die GfdS schreibt:

"So populär auch die allseits bekannte Namensträgerin Greta Thunberg in diesem Jahr gewesen sein mag, schlägt sich dies doch nicht stärker in der Namensvergabe nieder als in den vorhergehenden Jahren auch."

Bei den Jungs könnte laut der GfdS dieses Jahr Paul am beliebtesten sein. Damit würde er Ben ablösen. Auch die Anzahl der kleinen Emils ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen und könnte einen Platz in der Top 10 einnehmen.

Vornamen von "Game of Thrones" liegen im Trend

Spannender als die Dauerbrenner sind allerdings die Vornamen, die gerade im Kommen sind – auch wenn sie nicht die Spitzenplätze auf der Bestenliste erreichen. Beliebt sind zum Beispiel Namen von Serienfiguren.

Das bestätigt Gabriele Rodriguez im Podcast "Tagesticket" von Bayern 2. Rodriguez ist Fachberaterin für Vornamen an der Uni Leipzig. In Interview spricht sie über frischgebackene Eltern, die sich bei der Namensgebung von den Medien beeinflussen lassen. Wie zum Beispiel von "Game of Thrones":

"Ich hatte letzte Woche erst wieder ein Anfrage zu dem Namen Tommen, der aus dieser Serie stammt. Und wir haben mittlerweile viele kleine Sansas, Khaleesis, Aryas und so weiter."

Aber auch andere Serien dienen als Namenspaten – selbst wenn die Namen bisher eher umstritten waren. Rodriguez sagt im Podcast:

"Wir haben in den letzten Wochen immer mal Anfragen zu Lucifer bekommen, der ja mittlerweile auch in Deutschland jedes Jahr eingetragen wird."

Der Name ist inspiriert von der gleichnamigen US-Serie. Dort betreibt der ebenso gelangweilte wie attraktive Leibhaftige selbst zur Abwechslung einen Nachtclub in Los Angeles.

Rodriguez sagt allerdings, dass sie den Namen nicht empfehle, weil er immer noch negativ besetzt sei.

Die seltensten Vornamen: Ja, manche Menschen heißen tatsächlich so!

Neben den beliebtesten Vornamen verzeichnet die GfdS auch die seltensten Vornamen. Und einige davon sind besonders kurios – zum Beispiel:

Diese Vornamen konnten sich 2019 nicht durchsetzen

Andere Namen wie Regenbogen, Seestern oder Lord konnten sich nicht durchsetzen. Die GfdS gibt in dieser Kategorie Namen an, die beim Standesamt beantragt, aber nicht bewilligt wurden. Da mussten die Eltern womöglich auf langweiligere Alternativen zurückgreifen. Vielleicht auch besser für die Kleinen – Lord Schmidt oder Seestern Meier hätten in der Schule womöglich ungewollt für Aufsehen gesorgt.

(ak)

Zwei Nächte im Licht der Mitternachtssonne

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Meinung

Kinder im Dauerstress: Warum die Kindheit mit dem Kita-Besuch aufhört

Ilona Böhnke ist Erzieherin in Dortmund. In ihrer 40-jährigen Laufbahn hat sie eine wichtige Beobachtung gemacht: Kinder verbringen immer mehr Zeit in Kitas, deren Alltag ist durchgetaktet. Dass Spielen nach Stundenplan und das ständige Zusammensein in der Gruppe auch Arbeit für die Kinder bedeutet, wissen viele Erwachsene nicht. Böhnke warnt nun vor möglichen Folgen.

Morgens Mathe, dann Bildungsbereich Natur bis mittags. Nach der Mittagspause Entspannung, vielleicht noch eine Runde Malen oder Singkreis und dann noch Turnen, bis es wieder nach Hause geht.

Was auf den ersten Blick wie der Alltag von mindestens einem Grundschüler wirkt, ist tatsächlich ein ganz normaler Tag für ein Klein- oder Vorschulkind in der Kita. Zeit für freies Spielen? Bleibt da eigentlich gar nicht.

Viele der Probleme, die in deutschen Kitas vorherrschen, sind zwar immer noch nicht …

Artikel lesen
Link zum Artikel