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Digitale Schule – dabei gibt es in Deutschland nach Ansicht vieler Eltern noch viel Nachholfbedarf. Bild: iStockphoto / Fabio Principe

Schule während Corona: In diesen Ländern klappte es besser als bei uns

Den Schulen in Deutschland ist der Übergang zum Online-Unterricht in der Coronakrise in einem internationalen Vergleich schwerer gefallen als in anderen Ländern. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter Eltern in Deutschland, Australien, Großbritannien, Italien, Kanada, Mexiko und Singapur im Auftrag des Technologieunternehmens Citrix.

Danach lief nur bei jedem zehnten Schüler in Deutschland der Wechsel zum Online-Unterricht reibungslos. Deutschland landete im Vergleich mit den anderen sechs Ländern auf dem letzten Platz.

In diesen Ländern lief es besser

Aber selbst in Singapur, dem Land mit dem besten Wert, berichteten nur 30 Prozent von einem problemlosen Übergang zum Online-Unterricht, gefolgt von Australien (25 Prozent), Mexiko und Großbritannien (jeweils 19 Prozent) sowie Kanada (16 Prozent) und Italien mit 14 Prozent.

Lernen zu Hause statt in der Schule, schlechte digitale Infrastruktur – das hat während der coronabedingten Schulschließungen auch die Fantastischen Vier ziemlich gestresst. "Wir haben alle Kinder, die zur Schule gehen. Am Homeschooling hatte ich richtig zu knabbern", sagte Bandmitglied Thomas D dem "Münchner Merkur". "Was für ein Wahnsinn, mit den Kindern Hausaufgaben zu machen. Mein Sohn ist zwölf und geht aufs Gymnasium. Wenn der mit Mathe kommt..."

Nicht nur der Musiker hat schlechte Erfahrungen mit Homeschooling in der Pandemie gemacht. In Deutschland meinten 50 Prozent der befragten Eltern, die Schulen seien gar nicht vorbereitet gewesen. Deshalb sei der Fernunterricht während der Krise auch nur provisorisch durchgeführt worden.

Immerhin 38 Prozent der Eltern meinten, die Schulen ihrer Kinder seien "hinreichend vorbereitet" gewesen, weil beispielsweise bereits einige Systeme für den Fernunterricht im Einsatz gewesen seien.

Hier sehen Eltern Luft Baustellen

In der Umfrage benannten die Eltern auch die Bereiche, in denen ihrer Meinung nach Verbesserungsbedarf besteht:

Ein Fünftel der befragten Eltern halten Online-Unterricht zudem generell für schlecht für ihre Kinder.

Unter den befragten Studierenden spricht sich fast die Hälfte (49 Prozent) für ein hybrides Modell aus Präsenz- und Online-Veranstaltungen aus. Zwölf Prozent würden gerne ihr gesamtes Studium nach der Corona-Krise online fortsetzen.

Thomas D von den Fantastischen Vier ging mit den Herausforderungen der Pandemie auf ganz eigene Art um. Um sich zu entspannen, legte er sich dem "Merkur" zufolge einen Bagger zu: "Ich liebe es, Löcher zu graben." Wofür diese gut sein sollen, wisse er aber noch nicht genau.

(pcl/dpa)

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