Young woman with protective mask shopping toilet paper and making supplies during virus pandemic.

Im vergangenen Jahr sah es in den Supermärkten oft so aus: Menschen kauften Toilettenpapier auf Vorrat. Bild: iStockphoto / Drazen Zigic

Ausgerechnet! Dieses Produkt wird jetzt teurer

Im vergangenen Jahr waren die Toilettenpapier-Regale teilweise tagelang leer. Menschen machten vor allem zu Beginn der Pandemie Hamsterkäufe und legten sich einen Vorrat für den Notfall an. Derzeit ist das Produkt zwar nicht mehr so extrem gefragt, es könnte aber trotzdem schon bald teurer werden.

Denn nach den großen Herstellern Essity und Kimberly-Clark haben laut der "Lebensmittel-Zeitung" auch kleinere Produzenten angekündigt, dass die Preise für Toiletten- und Haushaltspapier aufgrund teurerer Rohstoffe steigen werden. Denn: Zellstoff und Öl werden immer teurer. Und beides wird für die Herstellung von Toilettenpapier benötigt. Volker Jung, geschäftsführender Inhaber von Hakle, einem Unternehmen der Papierindustrie, sagt: "Einen solchen Anstieg habe ich in mehreren Dekaden noch nicht erlebt. Wir sind mit den Händlern in Gesprächen und bereiten sie auf die Situation vor."

Für sie als Hersteller gebe es keine andere Möglichkeit, als die Preise für ihre Produkte ebenfalls zu erhöhen. "Andernfalls sind wir im Sommer kaputt." Zuvor hatten große Unternehmen wie Kimberly-Clark und Essity, Markführer in Europa, ähnliche Aussagen getroffen. Hier hieß es, die Preise würden "im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich" erhöht werden.

Mehrere Gründe für Preisanstieg

Hauptverantwortlich für die Entwicklung ist der Preis für Kunstfaserzellstoff, der von Januar bis März um 12 Prozent angestiegen ist. Schaut man in die Zukunft, wird es wahrscheinlich sogar noch heftiger. Prognosen zeigen, dass in den kommenden sechs Monaten eine Preissteigerung von bis zu 35 Prozent möglich ist. Laut Experten macht der Einkaufspreis für Zellstoff zwischen 50 und 70 Prozent der Kosten für Tissuehersteller aus.

Darüber, wieso die Preise so extrem steigen, sind sich Branchen-Experten einig: Der wichtigste Grund sei die große Nachfrage aus China. In China habe sich die Wirtschaft bereits besser von den Folgen der Pandemie erholt. Hier wachse sie bereits wieder. Ein weiterer Grund: Bei europäischen Herstellern von Zellstoff habe es Wartungsarbeiten gegeben. Diese seien zwar geplant gewesen, trotzdem führten sie aber zu einer geringeren Förderungsmenge. Und auch andere Rohstoffe, die zur Herstellung von Toilettenpapier benötigt werden, wie beispielsweise Öl, wurden zuletzt teurer.

Keine guten Zeiten also für die Hersteller. Denn nach dem vergangenen Jahr, in dem Toilettenpapier massenhaft gehamstert wurde, ist auch die Nachfrage dieses Jahr verhaltener.

(pas)

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