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Eine Edeka-Filiale in Bayern veralbert auf Facebook Verschwörungstheorien zum Impfstoff. Bild: www.imago-images.de / Frank Hoermann/SVEN SIMON

Edeka macht sich über Impfgegner lustig – Kunden reagieren begeistert

Verschwörungstheorien haben durch die Corona-Krise nochmal einen deutlichen Konjunktur-Aufschwung erfahren. Man kann sich kaum noch retten vor wirren Gerüchten, was oder wer alles angeblich in Wirklichkeit hinter der Pandemie stecken soll. Das greift eine Edeka-Filiale in Bayern ironisch auf – und bringt damit viele Menschen zum Lachen.

So schreibt der Edeka Wollny aus Friedberg nahe München auf Facebook einen Post, der Bezug auf eine der beliebtesten Verschwörungserzählungen nimmt: dass es beim Impfen gegen das Virus in Wahrheit darum gehen soll, den Menschen einen Chip zu implantieren.

Wofür das wiederum gut sein soll, da sind sich die vermeintlich Eingeweihten nicht ganz einig. Edeka Wollny findet aber eine ganz einleuchtende Erklärung, wofür es NICHT gut sein könnte.

"Liebe Kunden", schreibt das Team. "Wir mussten leider feststellen, dass es offenbar bei einigen Impfchips der ersten Generation zu Beeinträchtigungen beim Einkaufen kommen kann, da diese gelegentlich mit unseren Warensicherungsanlagen interagieren und dabei Fehlalarme auslösen können." Man habe daraufhin beim RKI und der Gates Foundation nachgefragt. Dort habe man dann erfahren, um welche Hardwareversion des Impfchips und welche Chipsoftware es sich handele.

Praktische Tipps, was mit den Chips passieren soll

Ist das schon absurd genug, erklärt Edeka ungerührt weiter, was die Kunden bei Problemen mit dem Impfchip tun sollen. Der Impfchip könne nämlich beim Hausarzt oder in jedem Krankenhaus ausgelesen werden. "Falls euer Hausarzt gerade Urlaub haben sollte, können auch Tierärzte den Chip auslesen. Tierarztpraxen können jedoch keine Softwareupdates vornehmen, da dies eine Kassenleistung ist, die von Tierärzten nicht abgerechnet werden kann." Privatversicherte würden zu dem Thema noch von ihrem Versicherer angeschrieben.

Für alle Geschädigten habe man aber gute Nachrichten: Einen Einkaufsgutschein über 25.- Euro oder alternativ eine Microsoft Guthabenkarte über diesen Betrag, "die wir glücklicherweise direkt mit der Bill & Melinda Gates Foundation abrechnen können."

Viel Zustimmung und Gelächter in den Kommentaren

Dieser Humor kommt bei den Followern gut an. Seit seiner Veröffentlichung geht der Beitrag viral und verteilt sich immer mehr. Über 14.000 Likes hat er bereits, die Kommentatoren zeigen sich durch die Bank amüsiert. "Das Lachen tut gerade sooo gut", schreibt einer. "Aluhut-Träger und Querdenker hatten das schon länger herausgefunden und bedanken sich jetzt für die Bestätigung", flachst ein anderer. Ein dritter merkt ironisch an: "Beim Tierarzt auslesen war keine gute Idee. Bin jetzt bei Tasso registriert..."

Unser Lieblingskommentar ist allerdings der folgende:

"Wir können von Glück sagen, dass es bei uns Chips sind. Unsere Eltern wurden noch mit Disketten geimpft."

(om)

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