CRIMEA, RUSSIA - OCTOBER 21, 2020: A fresh catch of shrimps raised and harvested at the Ellas shrimp eco-farm on the grounds of the Rybkolkhoz Imeni Krasnykh Partizan Collective Fish Farm named after Red Partisans agricultural cooperative in the village of Portovoye, Razdolnensky District, northwestern Crimea. Sergei Malgavko/TASS PUBLICATIONxINxGERxAUTxONLY TS0EC106

Rund 8,1 Millionen Tonnen Schalenabfälle fallen im asiatischen Raum in einem Jahr an. Bild: www.imago-images.de / Sergei Malgavko

Gute Nachricht

Krabbenschale wird zu Bioplastik: Australier stellen recycelbaren Kunststoff her

Die Probleme mit Plastik sind altbekannt: Widerstandsfähig wie es ist, braucht das Material Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte, bis es verrottet ist. Nicht selten gelangt es davor in Flüsse und ins Meer und damit als Mikroplastik auch in die Nahrungskette.

Nachhaltige Plastikalternativen sprießen deshalb in den vergangenen Jahren wie Pilze aus dem Boden. Auch ein Startup aus Australien hat eine umweltfreundliche Plastikalternative entwickelt – aus den Schalenabfällen von Krustentieren.

Das Start-up Carapac verwandelt dafür die Schalen von Garnelen oder Krabben zu Chitosan, einer Art Polykohlenhydrat, das einer dünnen kunstoffähnlichen Folie ähnelt. Da ist laut "Reset" möglich, indem die äußere harte Schale beziehungsweise der Panzer der Tiere mit einer alkalischen Lösung gemischt wird.

Dem Unternehmen zufolge soll der chitinbasierte Kunststoff deutlich schneller abbaubar sein als herkömmliches Plastik – es zersetzt sich demnach in Kompostieranlagen oder Mülldeponien in etwa 90 Tagen. Im heimischen Garten kann das Bio-Plastik sogar als Stickstoffdünger für die Pflanzen herhalten. Würde es dennoch ins Meer gelangen, zersetzt es sich den Unternehmern zufolge und kann von den Meerestieren aufgenommen sein.

Vegan ist die australische Plastikalternative natürlich nicht – Schalen von Krustentieren fallen als Abfallprodukt aber ohnehin in Massen an, allein im asiatischen Raum sind es jährlich rund 8,1 Millionen Tonnen. Genügend Rohstoff für das Bio-Plastik ist also vorhanden.

(ftk)

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