Spain, Andalusia, Seville, the Cathedral bell tower seen from the garden courtyard

Rund 48.000 Orangenbäume wachsen in Sevilla. Bild: iStockphoto / Gim42

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Aus Saft wird Strom: Sevilla nutzt überreife Orangen für Stromerzeugung

Was bei uns der Ahorn oder die Kastanie ist, ist in der Gegend um die spanische Stadt Sevilla der Orangenbaum: Er säumt Straßen und Alleen, wächst auf Marktplätzen und neben Kathedralen. Rund 48.000 Orangenbäume wachsen in und um die Stadt. Was mit den Früchten passiert, wenn sie reif auf den Boden plumpsen? Aus einem Teil wird Saft gemacht, der Rest verrottet matschig auf der Straße.

Das ändert sich jetzt aber: 35 Tonnen überreife Orangen werden in Sevilla bereits für die Stromerzeugung genutzt. Laut dem "Guardian" wandelt das städtische Wasserversorgungsunternehmen Emasesa die Früchte in sauberen Strom um, der genutzt wird, um eine der städtischen Wasseraufbereitungsanlagen zu betreiben.

Wie das funktioniert? Die Orangen kommen in eine bereits existierende Biokraftanlage. Wenn sie dort vergären, wird das dadurch entstehende Methan eingefangen und dafür genutzt, einen Generator anzutreiben. "Wir hoffen, dass wir so bald alle Orangen der Stadt recyceln können", sagt Benigno López aus der Umweltabteilung von Emasesa gegenüber dem "Guardian".

Denn der Saft der Orangen besteht aus Fruktose, die wiederum aus sehr kurzen Kohlenstoffketten besteht. Die energetische Leistung dieser Kohlenstoffketten während des Fermentationsprozesses sei sehr hoch, sagt Lopez. "Es geht nicht nur darum, Geld zu sparen. Die Orangen sind ein Problem für die Stadt und wir produzieren einen Mehrwert aus dem Abfall."

Die bei der Stromerzeugung übriggebliebenen Reste der Orangen erfüllen übrigens auch noch einen Zweck: Sie werden als Dünger auf den Feldern rund um die Stadt verteilt.

(ftk)

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Statt aus Erdöl: Forscher entwickeln Bio-Plastik aus Bakterien

Die Erde ist geradezu verseucht von Plastikmüll – trotzdem wird immer weiter Kunststoff produziert, pro Jahr sind es derzeit ungefähr 370 Millionen Tonnen. Dass das nicht so weitergehen kann, ist klar. Forscher arbeiten deshalb auf Hochtouren an verschiedenen Möglichkeiten, Plastik zu ersetzen oder nachhaltige Alternativen zu dem umweltschädlichen Erdöl zu finden, das seine Grundlage darstellt.

Mikrobiologen der Universität Tübingen ist das jetzt gelungen, denn sie haben Bakterien derart …

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