Nachhaltigkeit
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Die Corona-Krise führt dazu, dass die Erde weniger Erschütterungen verzeichnet als vorher. Bild: imago images / Ikon Images / Ian Cuming

Seismologen verzeichnen weniger Erschütterungen: Die Erde ist seit Corona ruhiger geworden

Das Coronavirus betrifft längst die ganze Welt. Unzählige Länder haben Ausgangsbeschränkungen, Kontaktverbote oder andere Maßnahmen eingeleitet, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Man hat das Gefühl, die Welt steht wortwörtlich still. Dass das nicht nur eine gefühlte, sondern auch ein Stück tatsächliche Wahrheit ist, zeigen nun Messdaten von Seismografen aus verschiedenen Orten weltweit. Tatsächlich verzeichnen diese derzeit weniger Erschütterungen als das sonst der Fall ist.

Zur Erklärung: Wenn Züge und Straßenbahnen fahren, die Menschen mit ihren Autos unterwegs sind oder schlicht Bohrungen durchgeführt werden, erzeugt all das eine Erschütterung in der Erdkruste. Zwar ist diese recht gering, aber für Seismografen messbar. Ein dauerhaftes Brummen eben.

Seismologen verzeichnen weniger Erschütterungen

Diese permanente Erschütterung hat im Zuge der weitflächigen Ausgangsbeschränkungen mittlerweile spürbar abgenommen.

Der Seismologe Thomas Lecocq vom Königlich Belgischen Observatorium twitterte schon im März ein Diagramm, das diesen Effekt in Brüssel zeigt. Kurz zuvor waren in Belgien etwa Schulen und Läden geschlossen und der Autoverkehr erheblich eingeschränkt worden.

Ähnliche Effekte verzeichneten auch eine Messstation in Großbritannien in der Nähe der Autobahn M4 und eine Station in der Nähe von Los Angeles. Hier die Tweets der entsprechenden Seismologen:

Für die Wissenschaft ist diese Abnahme übrigens eine gute Nachricht. Denn Seismologen können nun zum Beispiel auch schwächere Erderschütterungen wahrnehmen, die ansonsten bei den lauteren Störgeräuschen nicht zu erkennen gewesen sind, und entsprechende Erkenntnisse daraus ziehen.

(hau)

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