Nachhaltigkeit
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Vanessa Nakate (2. v. r.) wurde aus einem Bild geschnitten, auf dem sie mit anderen Aktivistinnen zu sehen war. Bild: dpa

Foto-Eklat um Fridays for Future – Greta: "Tut mir so leid, was sie dir angetan haben"

Die Klima-Aktivistin Vanessa Nakate aus Uganda wurde von der Nachrichtenagentur AP aus einem Foto geschnitten.

Die fünf Frauen hatten zusammen eine Pressekonferenz beim Weltwirtschaftsforum in Davos gegeben. Die Nachrichtenagentur hatte ihren Bericht dazu mit einem Foto der fünf bebildert – und Nakate, die ganz links zu sehen war, herausgeschnitten.

In einer ersten Reaktion auf das Bild fragte Nakate auf Twitter: "Ich wurde aus diesem Bild herausgeschnitten. Warum?" Daraufhin änderte AP das Foto – zunächst ohne Kommentar.

Hier siehst du die beiden Bilder im Vergleich:

Nakate veröffentlichte ein Video auf Twitter, in dem sie erklärte, sie habe zum ersten Mal die Bedeutung des Worts "Rassismus" verstanden. Sie spricht davon, dass die Stimmen nichtweißer Klima-Aktivistinnen unsichtbar gemacht würden und verweist darauf, dass der afrikanische Kontinent am meisten unter dem Klimawandel leide.

"Wir verdienen das nicht. Afrika hat den geringsten CO2-Ausstoß, aber ist am meisten vom Klimawandel betroffen. Es wird nichts ändern, dass ihr unsere Stimmen löscht."

Vanessa Nakate über die Löschung aus dem Bild

Hier Nakates Video:

Gegenüber Buzzfeed erklärte sie außerdem, sie habe geweint. "Nicht nur, weil es rassistisch war, sondern auch wegen der Menschen aus Afrika. Es zeigte, wie wir wertgeschätzt werden. Das hat mir sehr wehgetan."

Grafiker soll "unter Zeitdruck" gestanden haben

AP teilte "Buzzfeed" auf Anfrage mit, der Grafiker habe unter Zeitdruck gestanden und Naskate aus rein bildkompositorischen Gründen aus dem Foto geschnitten.

Das wiederum zweifeln viele an. Ein User auf Twitter verweist darauf, dass der gewählte Ausschnitt genau die gleichen Maße habe wie das ursprüngliche Bild.

Hier der Tweet:

Greta reagiert mit Anteilnahme

Vanessa Nakate ist seit 2018 Klima-Aktivistin. Sie hat im Januar 2019 einen öffentlichen Streik auf eigene Faust begonnen. Dabei ließ sie sich von der Schwedin Greta Thunberg inspirieren. Diese wiederum versicherte auf Twitter Nakate ihre Solidatität: "Es tut mir so leid, dass sie dir das angetan haben", schrieb sie. "Wir sind alle so dankbar für das, was du tust und senden dir Liebe und Unterstützung!"

Greta tut es leid, was ihr angetan wurde:

Kritik an der Tatsache, dass vor allem weiße Aktivistinnen wie Thunberg oder auch die Deutsche Luisa Neubauer im Zentrum der Berichterstattung stehen, während afrikanische und asiatische Aktivistinnen seltener zu sehen sind, gab es schon vor dem Vorfall.

(om)

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