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Bild: imago images /Christoph Hardt

Reiner Calmund fasst in nur 4 Sätzen das Transfer-Dilemma des FC Bayern zusammen

"Kommt Sané oder kommt Sané nicht?", ein tägliches Zitat aus der derzeit heißesten Soap in Fußball-Deutschland. Der FC Bayern München ringt seit Wochen um Nationalspieler Leroy Sané, aber kann so kurz vor der Ziellinie noch immer nicht Vollzug melden. Das nagt nicht nur am bayerischen Selbstverständnis, sondern lässt die Fans auch an der Stärke des FC Bayern zweifeln. Nun äußert sich Experte Reiner Calmund zum zähen Poker.

Der 70-Jährige war am Montagabend in der TV-Show "100% BundesligaFußball bei NITRO" zu Gast und erklärte ganz forsch: "Ja, Sané kommt." Der langjährige Manager von Bayer Leverkusen hat mehrere Jahrzehnte Bundesliga-Erfahrung und kennt das Geschäft wie kaum ein anderer. Mit den Bayern musste er sich jahrelang um Spieler streiten und weiß noch immer, wie solche Deals ablaufen.

Deswegen glaubt Calmund, dass Sané kommt:

Calmund ließ tief blicken, dass die Bayern im Transfer-Theater um Leroy Sané zuletzt nicht mehr so übermächtig wirkten wie noch vor Jahren: "Ich glaube, das ist auch so eine Prestige-Sache für Bayern München. Sie werden alles daransetzen, auch um ein Zeichen zu setzen", sagte Calmund. "Allein für die Champions League brauchst von der Qualität 16-17 Spieler, weil du ja auch auf vier Hochzeiten tanzt: Meisterschaft, Pokal, Champions League und die meisten sind noch Nationalspieler."

Bayerns Transfer-Dilemma in 4 Sätzen

Und Calmund fasste das Transfer-Dilemma der Bayern in nur vier Sätzen ziemlich gut zusammen: "Wenn die Münchner früher jemanden angerufen haben, saß der schon zwei Stunden später im Flieger. Heute hast du zehn Konkurrenten, die mehr Kohle im Sack haben als Bayern München. Das sind nicht nur Konkurrenten, die sportlich attraktiv sind, sondern auch Metropolen wie London, Paris, Madrid und Barcelona, wo man gut wohnen kann. Da ist eine größere Konkurrenz entstanden, und ich hoffe für den deutschen Fußball, dass Sané nach München kommt."

Soccer Football - Audi Cup - Bayern Munich v Fenerbahce - Allianz Arena, Munich, Germany - July 30, 2019  Bayern Munich president Uli Hoeness before the match    REUTERS/Michael Dalder

"Den da will ich haben – unbedingt!" Bild: reuters

Fakt ist: Nicht nur die Bundesliga hat in den vergangenen Jahren gegenüber der Premier League an Attraktivität eingebüßt, sondern auch die Gehälter sind in anderen Ländern bei so manchem Klub mit reichen Mäzen wesentlich höher. So überlegt der FC Bayern nun auch erstmals, mehr als 100 Millionen Euro für nur einen Spieler auszugeben. Mindestens diese Summer muss für Sané auf den Tisch gelegt werden, wenn man die Medienberichte von München bis nach Manchester liest.

Fakt ist: Das berühmte Festgeldkonto des FC Bayern, welches Uli Hoeneß einst als Begriff geschaffen hatte, um die wirtschaftliche Macht des FC Bayern zu untermauern, ist prall gefüllt. Über 200 Millionen Euro sollen darauf liegen, rechnete die "Bild". Doch während die Summe vor 20 Jahren noch für ein ganzes Team aus Stars gereicht hätte, kriegt man mittlerweile mit Ablöse und Gehalt nur noch einen Spieler. Und das soll Leroy Sané sein.

(bn)

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