Sport
Mesut Özil of Arsenal during the Premier League match between West Ham United and Arsenal at the Olympic Park, London, England on 9 December 2019. PUBLICATIONxNOTxINxUK Copyright: xAndyxRowlandx PMI-3242-0020

Mesut Özil hatte in sozialen Medien die muslimischen Staaten für ihre Zurückhaltung über die Lage der Uiguren in China kritisiert. bild: imago images/prime media images/screenshot twitter/watson montage

Nach Özil-Tweet: China streicht TV-Übertragung von FC Arsenal vs. ManCity

Nach einem Tweet von Arsenal-Profi Mesut Özil zur Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren in China hat das chinesische Staatsfernsehen laut Medienberichten die TV-Übertragung eines Arsenal-Spiels abgesagt.

Wie die staatliche Zeitung "Global Times" auf ihrem englischsprachigen Twitter-Account berichtete, strich der Sender CCTV das Spiel zwischen dem FC Arsenal und Manchester City am Sonntagnachmittag vom Sendeplan, weil Özils "falsche Kommentare" die chinesischen Fans und den nationalen Fußballverband "enttäuscht" hätten.

Özil hatte in sozialen Medien die muslimischen Staaten für ihre Zurückhaltung über die Lage der Uiguren in China kritisiert. In türkischer Sprache bemängelte der Ex-Weltmeister das "Schweigen der muslimischen Brüder", während das Thema von westlichen Regierungen und Medien aufgegriffen worden sei.

FC Arsenal distanzierte sich von Özils Tweet

Sein Verein, der FC Arsenal, hatte sich kurz darauf von den Äußerungen distanziert. Der Inhalt sei die persönliche Meinung von Özil, schrieb der Club auf dem chinesischen Twitter-Pendant Weibo. Arsenal halte sich indes an das Prinzip, keine politischen Statements abzugeben.

Arsenal verliert 0:3 gegen City

Auch sportlich war das Wochenende für den FC Arsenal, der momentan auf Trainersuche ist, unangenehm; Die Londoner verloren am Sonntag zuhause mit 0:3 (0:3) gegen den englischen Meister Manchester City und belegen in der Premier-League-Tabelle weiter den neunten Platz. Özil stand bei der Heimniederlage in der Startelf. Der Weltmeister von 2014 blieb unauffällig und wurde nach 59 Minuten ausgewechselt.

Nach offiziell unbestätigten Schätzungen sind Hunderttausende Uiguren in Umerziehungslager gesteckt worden, die China allerdings nur als Fortbildungszentren beschreibt. Uiguren sind ethnisch mit den Türken verwandt und fühlen sich von den herrschenden Han-Chinesen unterdrückt. Nach ihrer Machtübernahme 1949 in Peking hatten die Kommunisten das frühere Ostturkestan der Volksrepublik einverleibt. Peking wirft uigurischen Gruppen Terrorismus und Separatismus vor.

(as/dpa)

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Leistner zeigt Reue nach Stadion-Attacke – jetzt spricht seine Frau

Auf die Blamage folgte der Eklat. HSV-Profi Toni Leistner lieferte sich nach dem Pokal-K.o. in Dresden ein Handgemenge mit einem Zuschauer. Danach entschuldigte er sich öffentlich, nun meldete sich auch seine Frau Josefin mit einem emotionalen Instagram-Post.

Toni Leistner hatte genug gehört. Entschlossen sprang der Neuzugang des Hamburger SV über eine kleine Mauer, stapfte wutentbrannt einige Stufen der Tribüne hoch, packte sich den Pöbel-Fan von Dynamo Dresden und schubste ihn zu Boden.

Leistner redete noch sichtlich angefressen auf den Zuschauer ein, der ihn "massiv beleidigt" haben soll, ehe Ordner und weitere Fans eingriffen – und sich Leistner schließlich zurück in den Innenraum aufmachte, um bei Sky ein aufgewühltes Interview zu geben.

Der …

Artikel lesen
Link zum Artikel