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Torjubel von Robert Lewandowski, nachdem das 2:1 für die Bayern nach einem Videobeweis gegeben wurde. Bild: dpa / LennartPreiss

Erst mit Videobeweis: Bayern München steht nach 2:1-Sieg im Pokalfinale

Auf dieses DFB-Pokalfinale können sich die Fans in Deutschland freuen. Bayern-Trainer Hansi Flick ist jedenfalls davon überzeugt, dass das Duell des Titelverteidigers mit Herausforderer Bayer Leverkusen am 4. Juli im Berliner Olympiastadion ein großer Fußballabend wird.

"Bayer ist eine Mannschaft, die einen sehr schönen Fußball spielt. Von daher kann sich der neutrale Zuschauer sicher auf ein schönes Spiel freuen."

Die Frankfurter bewiesen bei ihrer knappen Niederlage mit einer guten Leistung nach der Pause, dass auch die scheinbar übermächtigen Bayern "schlagbar" sind, wie Eintracht-Coach Adi Hütter meinte. "Wir waren einer Sensation sehr nahe", haderte der Österreicher.

In der Tat: Der eingewechselte Danny da Costa hatte in der 69. Minute die Münchner Führung durch Ivan Perisic (14.) ausgeglichen. Die lange dominanten, aber nicht konsequenten Bayern wirkten zu dem Zeitpunkt müde und verwundbar. Aber Torjäger Robert Lewandowski rettete den Favoriten mit seinem Siegtor in der 74. Minute, das erst nach Eingriff von Video-Assistenten Bibiana Steinhaus anerkannt wurde.

"Nach dem 1:1 haben wir nochmal das Extragas rausgeholt", meinte Bayern-Angreifer Thomas Müller, der mit dem Gesamtauftritt seines Teams äußerst kritisch umging: "Summa summarum war es mit eines der pomadigsten Halbfinals, die ich in Erinnerung habe."

Flick mit seinen Bayern nachsichtiger

Flick ging nachsichtiger mit seinem Starensemble um. "Es war ein Pokalfight. Wir haben es in der ersten Halbzeit versäumt, das eine oder andere Tor mehr zu machen", kommentierte der 55-Jährige.

Für ihn dominierten nach dem Spiel die glänzenden Aussichten, die Corona-Saison nun mit dem Double krönen zu können. "Ich muss meiner Mannschaft einfach ein Riesenlob aussprechen, weil sie in diesem Jahr 2020 hervorragend performt", sagte der Trainer. Schon am Samstag könnte im Idealfall mit einem Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach in der Bundesliga der 30. Meistertitel perfekt gemacht werden.

Müller blickte schon voraus auf das Geister-Finale in Berlin. "Mit Leverkusen ist ein Gegner auf dem Platz, der große Fähigkeiten hat", bemerkte der Ex-Nationalspieler. "Aber wir haben am Wochenende eine Duftmarke gezeigt", erinnerte Müller an den Münchner 4:2-Erfolg im Kampf um Ligapunkte: "Das wollen wir in Berlin auch wieder zeigen."

(lin/dpa)

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