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Uli Hoeneß hat einen Spieler ausgemacht, der die Defensive des FC Bayern festigen könnte. Bild: imago images/Sven Simon

Hoeneß' Masterplan: Ein Spieler wird Bayerns Abwehrsorgen beenden

Es vergeht kein Tag, an dem der FC Bayern nicht in aller Munde ist. Nach dem 2:2 gegen den FC Augsburg geistert mal wieder das Wort "Krise" durch München. Davon will der Bayern-Boss Uli Hoeneß jedoch nichts wissen: "Auf so einen Käse gibt's keine Antwort", erwiderte Hoeneß am Montag eine Frage zum K-Wort am Flughafen München. "Wir sind einen Punkt hinter dem Ersten. Wollen Sie uns eine Krise einreden?"

Doch der Klub-Präsident sieht natürlich Verbesserungspotenzial und fordert mehr Konzentration, vor allem in der Offensive. "Das ist die Einstellung", sagte der 67-Jährige vor dem Abflug nach Griechenland zum Champions-League-Spiel bei Olympiakos Piräus und nahm die Spieler in die Pflicht: "Man muss geil sein auf die Tore."

Beim Last-Minute-Remis in Augsburg vergab der Rekordmeister etliche hochkarätige Chancen. "Ich würde mir Sorgen machen, wenn wir keine Chancen hätten. Wenn wir wie in Augsburg Tontauben schießen, dann mache ich mir normalerweise keine Sorgen." Vor dem dritten Gruppenspiel der Königsklasse am Dienstag (21 Uhr/Sky) unterstrich Hoeneß: "Wir spielen nicht schlecht, aber nicht konsequent genug. Wir haben wahnsinnige Torchancen, aber machen sie nicht rein."

Für die Defensive verrät Hoeneß seinen Masterplan

Die Bayern-Probleme liegen aber auch in der Defensive. Das weiß die Konkurrenz: Düsseldorfs Trainer Friedhelm Funkel hatte in einem "Bild"-Interview etwa die bereits zehn Gegentore des Meisters in erst acht Spielen negativ hervorgehoben.

Hoeneß mache sich in Defensive trotz des Ausfalls von Niklas Süle jedoch keine Sorgen. Ohne den Abwehrchef stelle sich die Abwehr "mehr oder weniger von selber auf", sagte er. Und Hoeneß warb für einen Stammplatz von Javi Martínez – der für den Präsidenten der Heilsbringer sein könnte. "Die Abwehrproblematik wird sich sowieso aus meiner Sicht demnächst erledigen, wenn der Martínez auf der Sechs spielt. Dann kriegen wir sowieso in Zukunft weniger Gegentore", zitiert die Deutsche Presse-Agentur den scheidenden Präsidenten.

Ob Trainer Niko Kovac dem Wunsch seines Bosses nachkommen will, ist natürlich nicht klar. Gegen den FCA bekam der FC Bayern mit Martínez auf der Sechs zwei Gegentore. Auch Joshua Kimmich und Corentin Tolisso spielten in dieser Saison schon im zentralen, defensiven Mittelfeld und könnten hinter Thiago absichern.

Auf die heftige Verletzung von Süle sind die Bayern gut vorbereitet, denn der amtierende Meister hat noch genug Alternativen für die Innenverteidigung-Position: Lucas Hernández, Benjamin Pavard und Jérôme Boateng können dort spielen. Javi Martínez, Joshua Kimmich und David Alaba haben in der Vergangenheit auch schon bewiesen, dass sie innen in der Viererkette oder als Teil einer Dreierkette auf hohem Niveau spielen können.

Der FC Bayern werde nach Süles Ausfall nicht auf dem Transfermarkt tätig werden, betonte auch Hoeneß: "Wir holen niemanden." Für Süle hatte Hoeneß jedoch eine harte Prognose im Gepäck: "So wie es ausschaut, ist die Saison ja beendet, die Europameisterschaft ist ad acta gelegt, die können Sie total vergessen."

(bn/mit dpa und afp)

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