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January 20, 2019 - Barcelona, BARCELONA, Spain - 11 Ousmane Dembele of FC Barcelona Barca celebrating his goal during the Spanish championship La Liga football match between FC Barcelona and CD Leganes on 20 of January 2019 at Camp Nou stadium in Barcelona, Spain Soccer: La Liga - FC Barcelona v Leganes PUBLICATIONxINxGERxSUIxAUTxONLY - ZUMAa181 20190120_zaa_a181_232 Copyright: xAFP7x

Lacht Dembélé bald bei den Bayern? Bild: imago/ZUMA Press

Warum der BVB bei einem Dembélé-Wechsel zum FC Bayern richtig Kohle macht

Kommen Sie näher, kommen Sie näher, das Transferkarussell dreht bald wieder seine Runden. Derzeit hakt es zwar etwas, aber es wird ganz sicher wieder anspringen in den kommenden Wochen. Die Kundschaft mit den prall gefüllten Geldbeuteln wartet nur auf den Anstoß. Mittendrin: Die Bayern.

Dort steht man nämlich ein wenig unter Zugzwang. Während der BVB mit Hazard, Schulz, Brandt und Hummels schon eine Truppe mit Meisterschaftambitionen zusammen hat, versucht der FC Bayern seinen Aussagen gerecht zu werden. Bayern-Präsident Uli Hoeneß hatte schon im Frühjahr mit Kracher-Transfers geprahlt: "Wenn Sie wüssten, wen wir schon alles sicher haben", sagte er bei einem Auftritt im "Doppelpass". Nachdem der Rekordmeister für die Verteidiger Lucas Hernandez und Benjamin Pavard sowie den 19-jährigen Mittelstürmer Jann-Fiete Arp bereits 118 Millionen Euro investiert hatte, warten die Fans aber immer noch auf den einen Kracher. Der soll wohl die Offensive verstärken. Die Liste ist lang und geht von Leroy Sané über Timo Werner bis zu Callum Hudson-Odoi – aber erst ein Wechsel von Antoine Griezmann zum FC Barcelona könnte den Stein ins Rollen bringen.

Doch nun gibt es offenbar einen Plan B. Der FC Bayern denkt nach Informationen der "Sport Bild" über eine Verpflichtung des früheren BVB-Profis Ousmane Dembélé nach. Dieser "spektakuläre Plan B" solle kommen, wenn der Transfer von Nationalspieler Leroy Sané nicht zustande kommt, schrieb das Magazin am Mittwoch ohne Angabe von Quellen. Klingt plausibel: Bei Sané zeichnet sich aktuell ein Verbleib bei Manchester City ab. Nationalmannschaftskollege Toni Kroos erklärte erst kürzlich: "Ich glaube ohnehin nicht, dass der Transfer zustande kommt. Das ist jedoch nur mein Gefühl." An Manchester Citys Stelle würde Kroos Sané "definitiv nicht gehen lassen oder ihn zumindest so teuer machen, dass Bayern ihn nicht mehr bezahlt."

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Dembélé ersetzte 2017 den abgewanderten Neymar in Barcelona. Gibt es jetzt die Rolle rückwärts? Bild: imago images / VI Images

Und Dembélés Abschied aus Barcelona könnte schneller gehen, als alle denken: Laut spanischen Medienberichten sollen die Katalanen den Problemprofi gerne wieder loswerden wollen. Das liege auch daran, dass der Verein Geld braucht, denn PSG-Superstar Neymar soll zurückgeholt werden. Die katalanische Zeitung "Sport" berichtete sogar schon, dass der Brasilianer eine "mündliche Einigung" mit dem FC Barcelona erzielt habe. Nutznießer des Deals könnten die Bayern sein – und der BVB.

BVB würde sich eine goldene Nase verdienen

Profiteur von einem Dembélé-Wechsel wäre Borussia Dortmund. Nicht etwa, weil der Franzose in München vielleicht gar nicht einschlägt, weil er eben keinen einfachen Charakter hat. Denn schon zu Dortmunder Zeiten war Dembélé nicht nur Genie, sondern oft auch Wahnsinn. Trotz seines riesigen Talents sorgte er immer wieder für Verfehlungen wie Verspätungen, Streiks oder eine selten professionelle Einstellung mit Fast-Food-Ernährung und Playstation-Nächten. Nein, der BVB würde schon vor Dembélés erster Trainingseinheit in München ordentlich Geld verdienen.

Der BVB verkaufte Ousmane Dembélé 2017 für 105 Millionen Euro an den FC Barcelona. Doch die Summe stieg stetig an, da die Dortmunder mit Barca einige Bonuszahlungen im Vertrag vereinbart hatten. So sollen sie etwa für eine gewisse Anzahl an Pflichtspielen mehrere Millionen Euro erhalten haben. Als sich die Katalanen für die Champions-League-Saison 2018/2019 qualifizierten, mussten sie demnach eine Rate von fünf Millionen Euro an den BVB zahlen. Weitere Zahlungen könnte es auch kommende Saison geben. Und auch bei einem Wechsel würden die Schwarz-Gelben ordentlich mitverdienen. ("Ran"/"transfermarkt.de")

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Die Gala-Auftritte von Dembélé im BVB-Trikot gegen den FC Bayern dürften Hoeneß und Co. noch im Kopf haben. Bild: imago/Sven Simon

Wenn Barca den französischen Nationalspieler, der noch bis 2022 unter Vertrag steht, verkauft, kassiert der deutsche Vizemeister satte 17 Millionen Euro, berichtete die "Sport Bild". Würden die Bayern also die von der spanischen Zeitung "AS" kolportierten 105 Millionen Euro, die Barca für Dembélé fordert, zahlen, würde ein Teil der Millionen über Barcelona direkt aufs Konto des BVB gehen. Der BVB hätte mit dem zusätzlichen Geld das Gesamtvolumen des Transfers auf 142 Millionen Euro erhöht und somit nahezu das Maximum der vereinbarten Bonuszahlungen erhalten. ("Sport.de")

Am Ende könnte aus dem Transfergerücht, dass Dembélé zum FC Bayern wechselt, auch schnell eine Ente werden. Dahinter stecken schließlich noch weitere Gerüchte, die alle nach Barcelona führen. Keine Ente ist hingegen, dass der BVB auch in der kommenden Saison an Dembélé weiter verdient. Woher dann das Geld kommt, dürfte den Verantwortlichen egal sein.

(bn)

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