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Daniel Frahn (l.) mit einem Hooligan-Shirt. Bild: www.imago-images.de

Chemnitzer FC gedenkt einem verstorbenen Neonazi – und zwar während des Spiels

Im Stadion des Chemnitzer FC ist bei einem Regionalliga-Spiel gegen die VSG Altglienicke an den Tod eines der führenden Neonazis der Stadt gedacht worden, wie der "MDR" berichtet.

Für den Hooligan Thomas Haller, der an Krebs verstorben war, wurde auf der Anzeigetafel des Stadions eine Schweigeminute gehalten. Fans hielten schwarze Transparente und ein großes Kreuz hoch.

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Bild: imago

Thomas Haller:

Haller gilt als Mitbegründer der rechtsextremen Organisation "HooNaRa" ("Hooligans-Nazis-Rassisten"), die auch im Bericht zum NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages auftauchte.
Offiziell wurde "HooNaRa" im Jahr 2007 aufgelöst. Haller hatte eine Sicherheitsfirma, die über einige Jahre den Ordnungsdienst im Chemnitzer Stadion stellte.

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Spieler Daniel Frahn hält ein Hooligan-Shirt hoch. Bild: imago

Die SPD-Stadträtin und Fanbeauftragte des Clubs, Peggy Schellenberger, kondolierte auf ihrer Facebookseite.

Der Bundestagsabgeordnete Detlef Müller sagte dem "MDR" dazu:

"Der SPD-Unterbezirk Chemnitz distanziert sich deutlich von jeglichen Beileidsbekundungen. Peggy Schellenberger spricht nicht für die SPD Chemnitz."

Beim Drittligisten Energie Cottbus gab es Beileidsbekundungen durch die Fans, nicht durch den Verein. Die Fanszene dort gilt als von Rechtsextremen unterwandert.

(hd)

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