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Rihanna schlägt Super-Bowl-Auftritt aus – wegen ihm hier

Seit rund einem Monat ist klar: Maroon 5 werden in der Halbzeit des Super Bowl LII auftreten. Nun zeigt sich: Maroon 5 waren nicht die erste Wahl der NFL. Ursprünglich sollte Rihanna die wohl prominenteste Bühne der USA bespielen, wie "US Weekly" enthüllt.

"Sie ist mit dem Standpunkt der NFL nicht einverstanden."

"Die NFL und CBS wollten Rihanna als Halbzeitperformer in Atlanta", zitiert das Magazin eine anonyme Quelle. "Sie haben es ihr angeboten, doch sie lehnte es wegen der 'Kneeling'-Diskussion ab. Sie ist mit dem Standpunkt der NFL nicht einverstanden."

Zur Erinnerung: 2016 entschloss sich Colin Kaepernick, damaliger Quarterback der San Francisco 49ers, gegen die Polizeigewalt gegenüber Schwarzen zu protestieren. Sein Mittel: Er geht während der Nationalhymne auf die Knie.

FILE - In this Oct. 2, 2016 file photo, from left, San Francisco 49ers outside linebacker Eli Harold, quarterback Colin Kaepernick and safety Eric Reid kneel during the national anthem before an NFL football game against the Dallas Cowboys in Santa Clara, Calif. An arbitrator is sending Kaepernick's grievance with the NFL to trial, denying the league's request to throw out the quarterback's claims that owners conspired to keep him out of the league because of his protests of social injustice.  (AP Photo/Marcio Jose Sanchez, File)

Colin Kaepernick und seine Teamkameraden Eli Harold (l.) und Eric Reid (r.) Bild: AP

Andere Spieler folgten seinem Beispiel. Erhielten die Footballer zu Beginn noch breite Unterstützung für ihr Anliegen, so wehte ihnen spätestens seit Donald Trumps Amtsübernahme ein immer rauerer Wind entgegen.

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Der US Präsident beschimpfte die Sportler, und meinte, sie würden die Flagge und die USA nicht respektieren. Plötzlich war man für oder gegen die Bewegung. Die "Take-a-Knee"-Bewegung spaltete die USA.

Für Colin Kaepernick hatte das Engagement sportlich gesehen schwerwiegende Konsequenzen. Nachdem er seinen Vertrag bei San Francisco im März 2017 auflöste, wollte ihn kein anderer Verein mehr aufnehmen. Kaepernick wirft der NFL vor, ihn auf eine Blacklist gesetzt zu haben und seine Anstellung aktiv zu blockieren.

(mlu/cma)

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